Neuregelungen bei Abfindungen und Co. Steuerfreiheit entfällt auch für Heirats- und Geburtshilfen

Von: DAK  15.03.2006
Keywords: Versicherung, Ersatzkasse

Der Jahreswechsel hat eine Reihe von Gesetzesänderungen mit sich gebracht. Darunter auch Änderungen im Steuerrecht, die alle Arbeitnehmer betreffen. So wurde die Steuerfreiheit von Abfindungen aufgehoben. Diese Gelder müssen jetzt voll versteuert werden. Eine ermäßigte Besteuerung dieser 'außerordentlichen Einkünfte' ist unter bestimmten Voraussetzungen aber möglich. Wer seine Abfindung bereits im vergangenen Jahr vertraglich geregelt hat und die Zahlung vor dem 1. Januar 2008 erhält, profitiert von einer Übergangsregelung. In diesen Fällen wird noch nicht besteuert. Auf die Beiträge der Sozialversicherung, wie beispielsweise die Beiträge zur Krankenversicherung, wirkt sich die Änderung nicht aus. 'Entlassungsabfindungen sind in voller Höhe kein Arbeitsentgelt im Sinne der Sozialversicherung', sagt Jens Wettengel, DAK-Experte für Beitragsrecht. 'Daher sind dafür im Rahmen des Arbeitsverhältnisses auch keine Beiträge fällig.' Doch aufgepasst: Wenn in der Abfindung noch eine Urlaubsabgeltung für nicht genommene Urlaubstage oder eine Nachzahlung enthalten ist, müssen davon Beiträge gezahlt werden. Und für eine freiwillige Versicherung nach der Entlassung wird die Abfindung ebenfalls berücksichtigt. Auch die so genannten Heirats- und Geburtshilfen sind nach der Gesetzesänderung nicht mehr steuerbefreit. Der ehemals geltende steuerfreie Höchstbetrag von jeweils 315 Euro wurde abgeschafft. Im Gegensatz zu den Abfindungen sind für diese Gelder auch Beiträge in der Sozialversicherung zu zahlen.

Keywords: Ersatzkasse, Versicherung