DAX-Konzerne - Über 40% der Unternehmen geben keine Ergebnisprognose im Ausblick

Von: Kirchhoff Consult AG  31.05.2006

Hamburg, 30.Mai 2006 - 'Wir erwarten, dass die notwendigen Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung unser Ergebnis und unseren Cashflow 2006 im positiven wie im negativen Sinne beeinflussen werden. ' Dieser Ausblick aus dem aktuellen Geschäftsbericht der Siemens AG verdeutlicht, wie schwer es häufig fällt, konkrete Prognosen abzugeben. Über 40 Prozent der deutschen Aktiengesellschaften aus dem DAX geben in ihren Geschäftsberichten keinen quantitativen Ergebnisausblick.Nur sieben Unternehmen liefern einen transparenten Gesamtausblick mit informativen Beschreibungen und umfangreichen quantitativen Prognosen. Die Empfehlungen des DRS 15 zum Konzernlagebericht haben sich nicht spürbar auf die Prognoseberichterstattung ausgewirkt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine umfassende Analyse der 2005er Geschäftsberichte der 30 DAX-Unternehmen im Hinblick auf die Informationen zur zukünftigen Geschäftsentwicklung in den Geschäftsberichten des Jahres 2005. Analysiert wurden die Berichte im Hinblick auf qualitative und quantitative Prognosen zu Gesamtwirtschaft, Branchenentwicklung, Finanzierungsstrategie, Dividendenpolitik, Investitionen, F EAufwendungen, Mitarbeiter, Umsatz und Ergebnis. Besonders hoch bewertet wurden dabei quantitative Angaben zum erwarteten Ergebnis. Darüber hinaus wird der mittelfristige Ausblick im Hinblick auf die neuen Empfehlungen des DRS 15 analysiert. 'Auffallend sind die enormen Unterschiede im Hinblick auf den Umfang und die Qualität des Ausblicks. DRS 15 fordert mindestens einen Zweijahresausblick. Nur rund die Hälfte der DAX-Unternehmen gibt eine explizite mittelfristige Prognose ab. Und nur sieben Unternehmen nennen hierfür konkrete Zahlen,' so Jens Hecht, Vorstand der Hamburger Beratungsgesellschaft Kirchhoff Consult AG. Die Kirchhoff-Studie ordnet die Unternehmen des DAX im Hinblick auf den Prognosebericht in drei Kategorien ein: hohe, mittlere und niedrige Transparenz. Mit geradezu vorbildlichen Angaben über die künftige Geschäftsentwicklung – und damit in der Kategorie 'hohe Transparenz' – qualifizieren sich adidas, Fresenius Medical Care, MAN, Münchener Rück, SAP, ThyssenKrupp und RWE.


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