Medea

Medea von Opernloft - Junges Musiktheater Hamburg e. V.

Von: Opernloft - Junges Musiktheater Hamburg e. V.  08.04.2011
Keywords: Gesang

Luigi Cherubini hat den Mythos, den Euripides in Verse gebannt hat, vertont. Berühmt wurde die Oper durch ihre Interpretin: Maria Callas. Nach deren Tod geriet das Werk in Vergessenheit. Das Opernloft hat es wieder hervorgeholt. Dafür gibt es zwei gute Gründe: Cherubinis berührende Musik und eine Geschichte, die mit ihrer Wucht bis heute fasziniert.

Zwei Rolf-Mares-Preisträgerinnen arbeiten bei dieser Inszenierung zusammen: Inken Rahardt („Tolomeo“) führt Regie, Claudia Weinhart („Die Perlenfischer“) entwirft die Ausstattung.
Die Textfassung hat Susann Oberacker erstellt. Es singen zwei Opernsängerinnen, darunter die ebenfalls Rolf-Mares-Preis gekrönte Feline Knabe („Carmen“) als Kreusa. Dazu kommen eine Schauspielerin und ein Tänzer.
                                                 Medea
Es ist eine alte Geschichte: Medea, Herrschertochter aus Kolchis, verhilft dem Griechen Jason zum Goldenen Vlies, das ihr Vater einst einem Griechen abnahm. Sie und Jason werden ein Paar. Das flüchtet nach Korinth, bekommt zwei Kinder. Im neuen Land verguckt Jason sich in eine neue Frau – in die Königstochter Kreusa. Mit ihr will Jason seine Familie weiterleben – ohne Medea. Die rächt sich grausam: Sie tötet ihre und Jasons Kinder.
Im Opernloft ist der Beginn der Geschichte das Ende einer Ehe: Medea, die einst für Jason Heimat und Familie verraten hat, wird nun von Jason verlassen und ihrer Kinder beraubt. Was bleibt der betrogenen Frau? Inken Rahardt lässt mehrere Möglichkeiten durchspielen und spannt so den Bogen ins Heute: „In einer Gesellschaft, in der jeder vor allem an sich denkt, ist es schwierig zu entscheiden, was richtig und was falsch ist.“

Keywords: Gesang

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