Diagnostik nach Chinesischer Medizin

Von: Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)  19.08.2008
Keywords: Akupunktur, Alternative Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin

Ein Behandler, der nach den klassischen Regeln der TCM therapiert, erstellt seine Diagnose durch Betrachten, Fragen, Hören, Betasten und Riechen. Zentral dabei ist ein ausführliches Patientengespräch. Für den Behandler sind die körperlichen Beschwerden, das allgemeine Befinden sowie Gewohnheiten und Vorlieben interessant. Welche Beschwerden gibt es? Sind ähnliche Familienkrankheiten bekannt? Wie sieht es mit der Ernährung aus? Hat der Patient bestimmte Vorlieben, was Essen angeht, oder starke Abneigung gegenüber manchen Speisen? Wie sieht es mit der Verdauung oder dem Schlafbedürfnis aus? Friert der Patient leicht oder schwitzt er eher? Wichtige Indizien für den Behandler sind auch der Körpergeruch, die Stimme oder die Art, wie sich der Patient oder die Patientin bewegt.
Nach dem Gespräch folgt die Untersuchung. Die chinesische Medizin hat zwei besondere Untersuchungsmethoden:

Die Zungendiagnose: Der Behandler schließt aus Form, Farbe und Beschaffenheit der Zunge und Art und Farbe des Zungenbelags auf die Erkrankung. Bestimmte Areale auf der Zungenoberfläche sind bestimmten Organen zugeordnet.

Die Pulsdiagnose: Mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger fühlt der Behandler an drei verschiedenen Stellen des Handgelenks und drei verschieden Schichten den Puls. Dabei ist nicht nach schulmedizinischen Normen entscheidend, ob der Puls zu schnell oder zu langsam ist. Die TCM kennt 32 unterschiedliche Pulsqualitäten - sie zu erkennen, hilft bei der Einordnung der Beschwerden.

Keywords: Akupunktur, Alternative Medizin, Chinesische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin

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