12 LustWandelTage - Wo der Barmbeker Markt begraben liegt

12 LustWandelTage - Wo der Barmbeker Markt begraben liegt von QunstTiger - Initiative

Von: QunstTiger - Initiative  19.12.2008
Keywords: Veranstaltungen, Kunst, Kultur

Die Budeskulturstiftung Fonds Soziokulturfördert die
12 LustWandelTage - Wo der Barmbeker Markt begraben liegt



Im Laufe eines Jahres werden an 12 „LustWandelTagen“ vor dem imposanten Verkehrsinsel-Panorama des Barmbeker Marktes AnwohnerInnen, Passanten sowie eingeladene Gruppen Barmbeker Einrichtungen "an-gespielt" und ermutigt, sich künstlerisch auszudrücken, zu experimentieren und mit anderen in unterschiedlichsten Medien auszutauschen.
Einer  P e r l e n k e t t e  gleich werden die nachbarschaftlichen Kunstaktivitäten die große Kreuzung umkränzen, temporär andere Sichtweisen und Ansichten ermöglichen. – Perlen vor die Auspuffe!

Initiiert und fachlich begleitet werden diese, auf Konversation ausgerichteten Improvisationsspiele jeweils von 3 KünstlerInnen der verschiedensten Sparten. Es wird ein mobiles Atelier "aus dem Koffer" angeboten, das allen offen steht. Anregendes Material, Werkzeuge, provozierende Themen werden vor Ort ins Spiel gebracht.

Anliegen ist es, den sozialen und künstlerischen Bedürfnissen und Fähigkeiten von BarmbekerInnen und BesucherInnen mehr Geltung zu verschaffen. Einfälle, Visionen, Handlungsperspektiven werden mit Möglichkeiten der Kunst für sich und eine erweiterte Öffentlichkeit in Form gebracht. – Wie wärs den schön?

Die Konversations-Aktionen werden schriftlich und fotografisch dokumentiert, zum weiteren Anknüpfen ins Internet gestellt sowie als Broschüre veröffentlicht.


     
Selbstdarstellung QunstTiger-Initiative:
Der QunstTiger  t i g e r t  durch den Hanseatendschungel der Vor- und Hinterstädte.
Er sucht nach der versprochenen  l e b e n s w e r t e n  Stadt und nach Menschen, jungen und alten, die dabei mittigern ...
Der QunstTiger ist eine gemein-sinnig orientierte Initiative von KünstlerInnen verschiedenster Sparten (Malerei, Figurenbau u. -spiel, Grafik, ImproTheater, soziale Plastik, Musik, Tanz, Multimedia ...), die sich für das dialogkünstlerische (mutuelle) E r s p i e l e n  von öffentlichem Raum engagiert.
Der QunstTiger – organisiert als  r u m t i g e r n d e s  KünstlerInnenNetzWerk – bietet seit mehr als 5 Jahren Anwohnern vor Ort  (Marktplätze, Schulhöfe, KiTas, Spielhäuser, Grünflächen, Behördenflure, Verkehrsinseln ...) Spielräume für künstlerische Aktivitäten an.

 






Anlass:
Der BARMBEKER MARKT kommt jeden Tag zehntausendfach unter die Räder.
Das alte Barmbek wird durch die Kreuzung mehr als gevierteilt - - eine planerische PERLE der autogerechten Stadt. Der Straßenraum ist so maßlos ausufernd, dass auf die sonst üblichen Absperrungen durch Poller und Betonklötze getrost verzichtet werden konnte.
Ein Ort der Begegnung – bei Verkehrsunfällen vielleicht?
Ein Ort zum künstlerischen LustWandeln?
WANDEL – warum eigentlich nicht!

 


Modellcharakter des Projektes:
1. Modell der "sozialästhetischen Mutualität," (der wechselseitigen AnErkennung), das über Formen der Partizipationskünste hinausgeht und versucht die hierarchische Trennung in Sender -> Empfänger, Autor -> Publikum, Experte -> Laie, zu überwinden. 

2. Die konversationelle und kooperative Vernetzung von KünstlerInnen der verschiedensten Sparten (Malerei, Figurenbau u. -spiel, Grafik, ImproTheater, soziale Plastik, Musik, Tanz, Multimedia ...)  in Hamburg.

3. Artistiken der bildnerischen und darstellerischen Improvisation verbunden mit einem offenen, mobilen Atelier.

4. Verkörperung von Selbstaktivierung, EigenSinn, Selbsthilfe und Selbstorganisation als sozial-utopischer Verweis.

Projektkonzeption:
Die Kreuzung BARMBEKER MARKT/ DEHNHAIDE/ HAMBURGER STRAßE/ WEIDESTRAßE/ REESESTRAßE – Lust auf Wandel: LustWandelTage

Eine illuminierende Kette von Kunstereignissen UMPERLT das Verkehrsinsel-Atoll und verwandelt poetisch – weckt Lust auf realen Wandel.

Rund um die Kreuzung BARMBEKER MARKT werden über einen Zeitraum von einem Jahr konversationskünstlerische Öffentlichkeiten initiiert:
An (mindestens) 12 LustWandelTagen werden jeweils von drei Akteuren Konversationssituationen vorbereitet, 'angezettelt' und begleitet.
Das „AnSpielen" erfolgt sinnlich-materiell, artistisch-technisch so wie thematisierend an unterschiedlichen öffentlichen Plätzen rund um den wegasphaltierten BARMBEKER MARKT.
Die Akteure der QunstTiger-Initiative sind akademisch ausgebildete KünstlerInnen (bildende Kunst, Musik, Theater, Pädagogik) und arbeiten seit Jahren mit unterschiedlichen Improvisationsartistiken, die hier zum Einsatz kommen.
Jeder LustWandelTag wird mit einem eigenen Schwerpunkt gestaltet. Dabei setzen wir auf den baschen Witz und Einfallsreichtum, die Fertigkeiten und Erfahrungen von mitwirkenden BarmbekerInnen.

Materialien: Theaterwerkstatt- und Spielmobil-Ausstattung


Mögliche  thematische "Provokationen" für bildnerische und darstellerische Aktivitäten:

• Leuchtturmprojekte selbstgemacht – auf der schönsten Barmbeker Verkehrsinsel: - Seemanns-Lieder bannen die Autoflut
- Wie schmecken eigentlich plattgefahrene Fische?

• Mit Schutzkleidung ausgestattete Kinder  zerdeppern nach allen Regeln der Vorschlaghammer-Kunst gespendetes Automobil

• Die große Kreuzung - ein Ort menschlicher Begegnungen?
- Bei Verkehrsunfällen vielleicht? Makaber wäre es, dahinter eine Förderung der Mund- u. Fußmalerei durch Autolobby und Tiefbaulöwen zu vermuten.

• Wie viele Dienststellen wären damit befasst, einen Antrag auf das Bemalen einer Barmbeker Verkehrsinsel mit giftgrüner Farbe zu genehmigen?

• KurUrlaub auf einer Verkehrsinsel:
Improvisationen, Impressionen, Infarkte zwischen Rot-Phasen.

 • Sprintmeisterschaften mit Gasmaske von Ampel zu Ampel

• Wie sah der BARMBEKER MARKT vor 100 Jahren aus?
Fotoausstellung und Kulissenmalerei, Kartoffelanbau statt Asphalt

• Der BARMBEKER MARKT – wo liegt er begraben?
NACHGEGRABEN: Künstliche Baustellen beruhigen wild gewordenen Verkehr zur besten Rush-Hour-Zeit

• Straßenpoller als Kunstchance (vgl. KLOTZEN UND KLECKERN):
Graue Betonklötze schützen vor Autos (und das ist auch gut so) – mehr aber auch nicht!  In der Nachbarschaft auf dem Quartiersplatz Vogelweide,  liegen davon 20 Exemplare gelangweilt rum und warten vermutlich auf echte Herausforderungen, - vielleicht ein Umzug an die große Kreuzung?
- Auch wenn das nichts wird: Absicht ist, dem - ach so anmutigen -  Beton mit Kreativität auf die Pelle zu rücken.
Jeweils 5 Bildplatten (50 cm x 50 cm) werden von AnwohnerInnen (Kindergruppen, Senioren, Jugendlichen, Nachbarn) unter fachlicher Anleitung künstlerisch gestaltet, zu einer „Husse“ verbunden, über einen Poller gestülpt und gesichert.
Dieses „Aufsteckprinzip“ wird auch für erweiterte plastische Klotz-Gestaltungen und -Gestalten  genutzt. Auf diese Weise wird eine fortlaufende Wechsel-Ausstellung angeregt (und an den stadteigenen Klötzen keine Sachbeschädigung verübt).
Künstlerische Herausforderung ist es, die klotzige Form nicht  w e g zugestalten, sondern sie aufzunehmen, mit ihr zu experimentieren

Zeitplan:
Sept. 2009 + 12 Monate


Dokumentation und Sicherung der Projektergebnisse:
Absicht ist das Realisieren einer eigenen offiziösen, konversationellen Öffentlichkeit vor Ort und im Internet.
Das Konversationsgeschehen wird schriftlich und fotografisch (evtl. auch filmisch) dokumentiert und anknüpfbar, weiter vernetzbar ins Internet gestellt sowie als Projekt-Broschüre veröffentlicht.
Größtmögliche soziale und ästhetische Vernetzung (Austausch und Kooperation) von Betroffenen vor Ort ist das Ziel.

Anmerkung:
Der Antrag auf Gewährung von Sondermitteln wird gestellt, weil die freie Initiative „QunstTiger“ nur  über geringe Eigenmittel der freischaffenden Akteure selbst verfügt, keine kommerziellen, sondern gemein-sinnige Interessen verfolgt (Community Art).

Improvisation mag bedeuten, sich dem Augenblick anzuvertrauen und in einer wachen und beweglichen Bereitschaft Außen- und Innenwelt, Gewesenes und Werdendes, Bewusstes und Unbewusstes in Handlung  zu verschmelzen.
Ein Reiz könnte im Einlassen auf Unvorhergesehenes bestehen.
Wir vertrauen auf die schöpferischen Möglichkeiten  A L L E R  Beteiligten.
Konversationskünste kennen - idealer Weise - kein Publikum, sondern nur mutuelle Akteure. 

      

 
 


 

Keywords: Beteiligungsprojekte, Figurenbau, Formfindung, Gemeinnützigkeit, Kultur, Kunst, Veranstaltungen,

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