Neues SPIEGEL-Buch bei DVA: 'Die 50er Jahre'

Von: Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG Hamburg  11.03.2006
Keywords: Verlagswesen

Die 50er Jahre sind populär: Junge Leute schwärmen wieder für Resopalküchen, auf Flohmärkten und in Nostalgieläden zählen Tütenlampen und Schalensessel zu den Rennern. Ausstellungen widmen sich dem Aufbruch nach den Gräueln von Diktatur und Krieg. Fast neidisch schauen viele auf die Wirtschaftsdaten der jungen Bundesrepublik, als die Arbeitslosigkeit kaum ein Thema war und sich aus den Trümmern in beispiellosem Tempo die zweitgrößte Exportmacht der Welt entwickelte. Doch die Nachkriegszeit in Deutschland ist nicht nur die Zeit eines strahlenden Neubeginns, der Etablierung einer funktionierenden Demokratie in den westlichen Besatzungszonen und der weitgehend reibungslosen Wiederaufnahme in die internationale Gemeinschaft: Kalter Krieg herrscht, das Land ist geteilt – und doch vereint durch die NS-Vergangenheit samt ihrer Verbrechen und Traumata. Aus heutiger Sicht erscheinen manche Widersprüche absurd: Arbeitskräfte sind knapp, verheiratete Frauen benötigen aber die Erlaubnis des Ehemanns, um arbeiten zu dürfen. Strenge wilhelminische Ideale sind vielerorts noch präsent, Prügel in der Schule, Kuppeleiparagraph und strafrechtliche Verfolgung Homosexueller gehören zum Alltag. In der DDR werden Oppositionelle verhaftet, einige sogar hingerichtet. Das SPIEGEL-Buch basiert auf der gleichnamigen SPIEGEL-Serie. 'Die 50er Jahre – Vom Trümmerland zum Wirtschaftswunder', herausgegeben von Georg Bönisch und Klaus Wiegrefe, 288 Seiten mit Abbildungen, ISBN: 3-421-04206-3, Ladenpreis 19,90 Euro

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