Depotbanken müssen zukünftig mehr leisten

Von: Steria Mummert Consulting  19.05.2006
Keywords: Unternehmensberatung

Neben den Kernaufgaben wie der Abwicklung von Wertpapiergeschäften wünschen sich Fondsgesellschaften von ihren Depotbanken künftig zusätzliche Dienstleistungen. Dabei trauen 89 Prozent der Unternehmen ihren Kreditinstituten auch das gesetzlich vorgeschriebene Reporting zu, insbesondere die Bearbeitung der Meldungen über ihren Außenwirtschaftsverkehr (AWV). Alle Befragten sind sich einig, dass die Depotbanken für Tax Reclaims geeignet sind. Bei den Tax Reclaims geht es darum, die Quellensteuer aus dem Ausland zurückzufordern. Für das Kundenreporting hingegen halten sie ihre Depotbanken für ungeeignet. 70 Prozent der Auftraggeber würden ihren Instituten diese Aufgabe nicht übertragen. Das sind die Ergebnisse der Studie 'Die Depotbank als Dienstleister aus Sicht der Fondsgesellschaften' von Steria Mummert Consulting. Bei den AWV-Meldungen arbeiten die Fondsgesellschaften bereits gut mit den Depotbanken zusammen. 14 von 18 Unternehmen übertragen diese Aufgabe zumindest teilweise einer Depotbank. Allerdings gibt von diesen 14 Fondsgesellschaften nur eine an, die AWV-Meldungen komplett an eine Depotbank zu vergeben, alle weiteren bearbeiten das gesetzliche Reporting zusätzlich intern. Die Nachfrage für ein Outsourcing ist auch in anderen Bereichen wie dem Ertragsmanagement hoch: Hier wollen die Fondsgesellschaften künftig ihre im Ausland gezahlten Quellensteuern mit Hilfe der Depotbanken zurückfordern (Tax Reclaims). Dieses erfolgt über so genannte länderindividuelle Erstattungsformulare. Die Depotbanken verfügen über das notwendige Know-how, diese ordnungsgemäß auszufüllen. Außer einer sich enthaltenden trauen alle Fondsgesellschaften den Depotbanken diese Aufgabe zu. 13 der befragten Unternehmen lassen ihre Depotbank die Quellensteuer zurückfordern, sieben von ihnen lassen diese Aufgabe sogar ausschließlich von der Depotbank durchführen. Für die Risiko- und Performance-Messung sowie das Kundenreporting halten weniger als 50 Prozent der Befragten die Depotbanken für geeignet. So sollen zum Beispiel die Performance-Rechnungen auch künftig nicht in den Kompetenzbereich der Depotbanken fallen. Bei der Performance-Berechnung geht es um die Kalkulation der Wertentwicklung eines Fonds und seiner Bestandteile für einen festgelegten Zeitraum. 17 von 18 Fondsgesellschaften führen ihre Berechnungen eigenständig durch, nur 44 Prozent der Befragten stuften die Depotbanken als geeignet ein. Dies liegt nach Ansicht der Fondsgesellschaften an der mangelnden Flexibilität der Banken. Darüber hinaus befürchten die Kapitalanlagegesellschaften einen Kontrollverlust. Die Presseinformation basiert auf der Studie 'Die Depotbank als Dienstleister aus Sicht der Fondsgesellschaften'. Steria Mummert Consulting befragte im Zeitraum von Juli bis November 2005 18 Fondsgesellschaften zu ihrer Zusammenarbeit mit Depotbanken.

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