Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf ein Zeugnis

Jeder Arbeitnehmer hat ein Recht auf ein Zeugnis von Kanzlei im Greifswalder Hof

Von: Kanzlei im Greifswalder Hof  04.05.2008
Keywords: Arbeitsrecht

Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnisse
Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat jeder Arbeitnehmer Anspruch auf Erteilung eines schriftlichen Arbeitszeugnisses. Beurteilungen sind jedoch so eine Sache –und meist höchst subjektiv, wie man sich aus seiner Schulzeit gut erinnert. Der Gesetzgeber hat der Willkür jedoch gewisse Grenzen gesetzt. Daraus resultierend hat sich eine Art Geheimsprache entwickelt, über die ganze Bücher geschrieben wurden. Gebraucht werden verklausulierte Formulierungen, bei denen kleine Wörtchen ganze Notenunterschiede ausmachen. Die Formulierung „ der Arbeitnehmer führte die ihm übertragenen Aufgaben mit Fleiß und Interesse durch“ bedeutet, dass er praktisch den Aufgaben nicht gewachsen war. Fehlt z.B. in einer Beurteilung das Wörtchen „stets“, bedeutet dies nur noch die Note „gut“ statt „sehr gut“. Aber auch die Stelle, an der in der Beurteilung Kollegen und Vorgesetzte genannt werden gibt geübten Lesern Aufschluss über die Bewertung. Da eine Arbeitsbeurteilung jedoch größte Bedeutung für das weitere Berufsleben hat, sollte jeder Arbeitnehmer einen genauen Blick auf sein Zeugnis werfen. Leider hat der Betriebsrat bei der Erstellung der einzelnen Arbeitszeugnisse kein Mitbestimmungsrecht. Deshalb sollte jeder, der aus seinem Zeugnis nicht schlau wird und hinter den Worten mehr vermutet, das Zeugnis einem erfahrenen Anwalt für Arbeitsrecht vorlegen. Auf seinen Anspruch auf ein objektives Zeugnis sollte kein Arbeitnehmer verzichten und diesen ggfls. vor dem Arbeitsgericht einfordern.

Keywords: Arbeitsrecht

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