Institut für Mathematisches Lernen (IML) Braunschweig

Institut für Mathematisches Lernen (IML) Braunschweig von IML - Institut für Mathematisches Lernen Braunschweig - Rechenschwäche Dyskalkulie Therapiezentrum

Von: IML - Institut für Mathematisches Lernen Braunschweig - Rechenschwäche Dyskalkulie Therapiezentrum  23.04.2006
Keywords: Schule, Grundschule, Schulen

IML - Institut für Mathematisches Lernen Braunschweig

Beratungs- und Forschungseinrichtung zur Diagnose, Therapie und Prävention der Rechenschwäche/Dyskalkulie

* Qualitative Förderdiagnose
* Wissenschaftliche Beratung
* Integrative Lerntherapie
* Spezifische Lehrerfortbildung

Das Institut für Mathematisches Lernen ist eine Facheinrichtung für Diagnose, Beratung und Therapie bei Lernschwierigkeiten im mathematischen Grundlagenbereich. Wir fördern rechenschwache Kinder und Jugendliche, wenn der Rahmen der schulischen Möglichkeiten überschritten wird und beim Schüler keine medizinischen Maßnahmen angezeigt sind.

Schüler mit auffallend „unerklärlichen“ Fehlern beim Rechnen sollten auf eine mögliche Rechenschwäche untersucht werden. Hauptziel der Diagnose- und Beratungstätigkeit unseres Instituts ist es, Dyskalkulie möglichst frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Was ist Rechenschwäche?
Rechenschwäche (Arithmasthenie/Dyskalkulie) ist eine Lernstörung im Bereich des Erlernens, Verstehens und Anwendens mathematischer Grundkenntnisse. Die Erscheinungsformen und der individuelle Ausprägungsgrad können sehr verschieden und vielfältig sein. Eines haben betroffene Kinder und Jugendliche gemeinsam: Das Verständnis der grundlegenden Logik der Zahlen und der mathematischen Operationen ist nicht oder nur mangelhaft entwickelt.

Warum hilft Üben nicht?
Rechenschwäche ist nicht die Folge von Konzentrationsschwäche oder mangelndem logischem Denkvermögen, sie resultiert weder aus Dummheit noch aus Unwilligkeit. Sie „wächst“ sich auch nicht „aus“: Der Versuch, rechenschwachen Kindern und Jugendlichen aktuellen Schulstoff durch Förderstunden, Nachhilfe und häusliche Übungen zu vermitteln, muss scheitern, da hier gänzlich Unverstandenes eingeübt wird.

Solches Üben ist nicht nur sinnlos und eine Qual für Kind und Eltern, es trägt zudem zu einer sekundären Neurotisierung bei. Muss ein Kind Unverstandenes eintrainieren, reagiert es auf die eigenen, vergeblichen Bemühungen häufig mit Lernabneigung und Matheangst, die sich zu fächerübergreifender Lernunlust und allgemeiner Schulangst ausweiten können.

Charakteristische Symptome der Rechenschwäche:- Rechnen bleibt häufig ein stetes, stures Abzählen
- mühsam Eingeübtes ist nach Kurzem vergessen
- es wird Unnötiges berechnet (nach 7+8 = 15 wird 7+9 erneut ausgezählt; 8–8 wird gezählt)
- Schlussfolgerungen sind nicht möglich (3+4 = 7; danach wird 13+4 neu „durchgezählt“)
- Rechenerleichterungen können nicht eingesetzt werden (nach 3+4 = 7 wird 7–4 neu abgezählt)
- die Grundrechenarten werden verwechselt
- Einsatz von eigenen, oft selbst erfundenen Rechenregeln (wie z. B. 10+10 = 200, 7+7 = 17)
- Zahlendreher/Zahlreversionen (z. B. 24 statt 42)
- Unverständnis unseres Stellenwertsystems (z. B. 30+25 = 82; 20+5 = 70)
- Malfolgen werden gedichtgleich aufgesagt
- falsche Lösungen werden nicht erkannt; Produktion von „Traumergebnissen“ (200 : 2 = 1)
- Platzhalteraufgaben (analytische Aufgaben wie z. B. x – 4 = 6) können nicht gelöst werden
- bei Textaufgaben zeigt sich völliges Unverständnis (willkürliche Verknüpfung von Zahlangaben)
- rechnerischer und praktischer Umgang mit Größen (Länge, Gewicht, Geld und Zeit) gelingt nicht
- Lernblockaden/Verweigerung und psychosomatische Störungen als Folge ständigen Versagens

Diagnose der Rechenschwäche
Die Diagnose der Rechenschwäche muss es leisten, die individuellen Denkwege der Schüler offenzulegen, denn Rechenschwache haben sich in ihrem Unverständnis oft falsche Strategien im Umgang mit Zahlen und Rechenoperationen angeeignet.

Die Methode der qualitativen Fehleranalyse ermöglicht es, die Quellen der Rechenfehler schrittweise einzugrenzen, bis sich ein individuelles Defizitbild, das persönliche Fehlerprofil, ergibt. Es liefert die Basis für einen speziellen Therapieplan, mit dem die diagnostizierten Defizite systematisch behoben werden. Wir setzen hierfür das Förderdiagnoseverfahren QUADRIGA (Qualitative Diagnose Rechenschwäche im Grundlagenbereich Arithmetik) nach Dr. Wehrmann ein. Unser Diagnoseprogramm schließt Eltern- und Lehrerberatung sowie ein ausführliches Gutachten mit ein.

Rechenschwäche-Therapie
Unsere als Einzel- oder Doppeltherapie durchgeführte Lernintervention orientiert sich an der Lernausgangslage des betroffenen Schülers. In Form einer integrativen Lerntherapie wird von uns ein spezieller Therapieplan erstellt und eingesetzt. Ausgehend von den individuell ausgeprägten Eigenarten und Störungen des Lernprozesses werden angemessene Lehr- und Lernformen gewählt und in der Lerntherapie dynamisch angepasst. Eine in die Therapie integrierte Verlaufsdiagnose überprüft die erzielten Lernfortschritte.

Mathematische Lerninhalte bauen sachlogisch aufeinander auf. In unserer zentralen Interventionsform, dem therapeutischen Lerndialog, wird gesichert, dass der Schüler die mathematischen Argumente – aufbauend auf seiner Lernausgangslage – in ihm adäquaten Schritten nachvollzieht. Diesen Dialog führen mathematisch und pädagogisch-psychologisch ausgebildete Lerntherapeuten, die die mathematischen Grundlagen individuell differenziert darlegen können.

Rechenschwäche-Prävention
Die Grundlagen des mathematischen Begreifens werden in den ersten beiden Schuljahren geschaffen, daher kommt den allerersten Lernschritten große Bedeutung zu. Eine Rechenschwäche kann frühestens Mitte des zweiten Schuljahres diagnostiziert werden. Um die Ausbildung einer möglicherweise drohenden Rechenschwäche zu verhindern, bieten wir zwei therapeutische Instrumente der Lernbegleitung an:

* Präventionsdiagnose zur Untersuchung des Begreifens des mathematischen Schulstoffs in der ersten Klasse,
* Lerntherapeutische Frühbegleitung bei Verdacht auf eine künftige Ausbildung von Rechenschwäche.

Fortbildungsangebote des IML
Wir machen es uns zur Aufgabe, alle beruflich mit diesem Thema konfrontierten Pädagogen, Mediziner und Psychologen über die Bedeutung der Früherkennung, die Möglichkeiten der Prävention und die wirksame Förderung rechenschwacher Schüler zu informieren:

* öffentliche Vorträge und Veranstaltungen,
* Schulvorträge in Fach-/Gesamtkonferenzen,
* ganztägige (Lehrer-)Fortbildungen und
* Studientage an Schulen/Ausbildungsstätten.

Wünschen Sie eine Veranstaltung an Ihrer Schule oder Ihrer Einrichtung, so sprechen Sie uns bitte an.

Institut für Mathematisches LernenBeratungs- und Forschungseinrichtung zur Diagnose, Therapie und Prävention der Rechenschwäche

Wissenschaftliche Leitung: Dr. Michael Wehrmann
Pädagogische Leitung: Dr. Inga Diop

38100 Braunschweig, Steinweg 4 (Haltestelle Rathaus)
Telefon: 05 31-12 16 77 50, Telefax: 05 31-12 16 77 59

E-Mail: info@iml-braunschweig.de
Homepage: http://www.iml-braunschweig.de

Unsere telefonische Fachsprechstunde: Dienstag bis Donnerstag von 12.00 bis 14.00 Uhr (nicht in den niedersächsischen Schulferien)
Zu diesen Zeiten können Sie sich von einem Lerntherapeuten telefonisch beraten lassen.
Wir rufen Sie auch gerne zu anderen Zeiten zurück.

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