Zentrum für Rechentherapie Cuxhaven

Von: Zentrum für Rechentherapie Cuxhaven (Rechenschwäche/Dyskalkulie)   08.03.2008
Keywords: Therapie, Lernstörung, Rechenstörung

Die "Rechenschwäche-Therapie" - nur eine wohlklingende andere Vokabel für Nachhilfe- oder Förderunterricht?

Rechenschwache Kinder benötigen auf ihre konkreten Schwierigkeiten abgestimmte Hilfen. Ein normaler Schulunterricht, wie auch klassischer Förder- oder Nachhilfeunterricht wird bei rechenschwachen Schülern i.d.R. nicht zum Erfolg führen, da dort zwangsläufig der aktuelle Schulstoff Gegenstand ist und nicht in erster Linie die fehlerhaften Lernstrategien des lernschwachen Kindes. Schon allein wegen der Gruppengröße (auch in Förderklassen) kann nur in seltenen Ausnahmen überhaupt an der individuellen Ausgangslage Einzelner angeknüpft werden. So verpufft bei Kindern mit spezifischen Rechenstörungen meist jegliches Üben und "Festigen", da für sie auf diese Weise die entscheidenden Kerngedanken der Grundlagenmathematik nicht wirklich zugänglicher gemacht werden. Und gerade die sind bei solchen Kindern i.d.R. vorab entweder gar nicht oder mit gänzlich falschen Überlegungen besetzt. Routinisieren Einüben kann eben nicht auf Erklärung bzw. Aufdeckung fehlerhafter Rechenstrategien abstellen und macht deshalb wirklich nur Sinn auf der Basis von schon wirklich verstandenen Rechenoperationen.

Also muss man auf die spezifische Lernausgangslage des Schülers eingehen, indem man gerade kein einheitliches Programm anwendet, das sich an irgendeinem vorgegebenen Stoff orientiert, sondern in Form einer integrativen Lerntherapie ein individuelles Bedarfstableau von Maßnahmen erstellt. Je nach den individuell ausgeprägten Eigenarten und Störungen der Lernprozesse sowie der subjektiven Verarbeitung der Leistungsschwäche sollten entsprechende Lehr- und Lernformen gewählt und aktuell variiert werden.

In der Mathematik bauen Lerninhalte sachlogisch streng aufeinander auf. Es muss daher abgesichert sein, dass djeder die inhaltliche Argumentation nötigenfalls auch kleinster Schritte nachvollziehen kann. Deshalb ist sehr wichtig, einen Lerndialog zu führen, der die Grundlagen der Mathematik auf auf die speziellen Lernstörungen hin darlegen kann. Das kann nur ein mathematisch und pädagogisch-psychologisch ausgebildeter Lerntherapeut leisten.

Zudem braucht man eine Verlaufsdiagnose, die die Lernfortschritte kontinuierlich begleitet, so dass durch angepasste Lernschritte systematisch die Defizite im Lernstoff aufgearbeitet werden können. Nur dann stiftet solch eine Therapie von Beginn an ein begründetes und wachsendes Vertrauen in das neu erworbenes Wissen und ihre Fähigkeiten.

Keywords: Lernstörung, Rechenstörung, Rechentherapie, Therapie

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