Ein Baustandard setzt Zeichen - Passivhausidee erhält bundesweite Auszeichnung

Von: Stadtwerke Hannover AG - enercity  04.03.2006
Keywords: Passivhaus

Passivhausidee erhält bundesweite Auszeichnung Hannover/Laatzen, 23. Februar 2006 – Behagliches Wohnen ist auch ohne herkömmliche Heizung möglich. Dies beweist die wachsende Zahl erfolgreich realisierter Passivhäuser. Der Energie sparende Baustandard sorgt für mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas. Denn er senkt den Heizbedarf gegenüber herkömmlichen Gebäuden um bis zu 80 Prozent. Dadurch tragen Passivhäuser in einem beträchtlichen Maße zum Ressourcen- und Klimaschutz bei. Deshalb ist die Passivhausidee im Rahmen der bundesweiten Kampagne 'Deutschland – Land der Ideen' ausgewählt worden – als herausragendes Beispiel für eine intelligente Erfindung mit zukunftsweisender Bedeutung für Deutschland. Der Wettbewerb '365 Orte im Land der Ideen' sieht vor, dass an jedem Tag in diesem Jahr eine Idee gekürt wird. Die Prämierung des Passivhauskonzeptes findet am 23. Februar in der neuen Passivhaus-Sporthalle der Albert-Einstein-Schule in Laatzen statt. Hannover wird Passivhaus-Hauptstadt Stellvertretend für alle Pioniere des Passivhausbaus geht die Auszeichnung in Form einer Ehrentafel, eines Pokals und einer vom Bundespräsidenten unterzeichneten Urkunde an das Passivhaus Institut (Darmstadt), das den Baustandard entscheidend mitentwickelt hat. Für die feierliche Zeremonie wurde jedoch nicht Darmstadt, sondern die Region Hannover ausgewählt, da die Leinestadt am 19. und 20. Mai 2006 Gastgeber der 10. Internationalen Passivhaustagung und der begleitenden Passivhaus-Ausstellung ist. Die Veranstalter sind das Passivhaus Institut (PHI), der enercity-Fonds proKlima und die Klimaschutzagentur Region Hannover. 'Gerade weil wir hier vor Ort so viele Anschauungsbeispiele zu bieten haben, wird Hannover in diesem Jahr zur deutschen Passivhaus-Hauptstadt', sagt Manfred Görg, Leiter der Geschäftsstelle proKlima. Ein ausschlaggebender Grund hierfür sei die proKlima-Förderpolitik und die gemeinsam mit der Klimaschutzagentur Region Hannover vorangetriebene Beratung von Bauinteressenten und Hausbesitzern. Passivhaus-Ausstellung spricht breites Publikum an Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, sieht sowohl die Passivhaustagung als auch die parallel stattfindende Ausstellung als große Chance: 'Dem internationalen Fachpublikum können wir zeigen, wie weit die Klimaschutzregion Hannover schon gekommen ist und den Haus- und Wohnungsbesitzern, wie man durch Energieeffizienz seinen Geldbeutel und gleichzeitig die Umwelt schonen kann.' proKlima und die Klimaschutzagentur erwarten, dass insbesondere die Ausstellung in der Region Hannover einen zusätzlichen Schub zum Bau von Passivhäusern auslösen wird. Innovativer Baustandard setzt sich durch Laut einer Schätzung des Passivhaus Institutes gibt es in Deutschland mittlerweile über 6000 Passivhäuser. 'Der Passivhausstandard hat sich sowohl beim Neubau von Gebäuden als auch bei der Modernisierung bewährt', so Dr. Rainer Pfluger vom Passivhaus Institut. Angesichts der steigenden Energiepreise gebe es zurzeit einen verstärkten Trend zum Passivhaus. Diese Entwicklung zeige sich nicht nur bei Wohnhäusern. Auch gewerblich oder öffentlich genutzte Gebäude werden zunehmend mit Passivhauselementen ausgestattet, berichtet Pfluger. Die Passivhäuser zeichnen sich durch eine optimale Wärmedämmung aus. Zudem verfügen sie über eine Dreifachverglasung der Fenster und eine Komfortlüftungsanlage, die es ermöglicht, die Wärmeenergie der Abluft auf die Frischluft zu übertragen. Sporthalle als Passivhaus Ein aktuelles Beispiel für den vielfältigen Einsatz der Passivhaus-Technik ist die gerade eingeweihte Dreifeld-Sporthalle der Albert-Einstein-Schule in Laatzen bei Hannover. Sie ist eine der ersten Sporthallen ihrer Art und gilt als Vorzeigebeispiel für effizientes Energiesparen. Deshalb wurde die Halle auch als Ort für die Auszeichnung der Passivhausidee ausgewählt.

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