Historischer Schornstein ist arbeitslos

Von: Stadtwerke Hannover AG - enercity  21.04.2008
Keywords: Wärmeversorgung

Im Zuge der umfangreichen Ausbau- und Erweiterungsaktivitäten des Krankenhauses hat sich die Geschäftsführung des Clementinenhauses für diese zeitgemäße Form der Wärmeversorgung entschlossen. Dies erfolgte im Rahmen der Generalmodernisierung des Krankenhauses, die bis 2010 vollständig beendet sein wird. Die neue Wärmeversorgung hat eine Anschlussleistung von 1.900 kW und es wird mit einem jährlichen Nutzwärmebedarf von ca. 4.000 MWh gerechnet. Das Krankenhaus wird nun aus dem enercity-Fernwärmenetz mit 90 Grad Celsius heißem Heizwasser versorgt, welches nach Gebrauch mit 55 Grad Celsius rückläuft. „Neben dem komfortablen Betrieb und den ökologischen Vorteilen der Fernwärme war für uns der Platzgewinn in der innerstädtischen Lage wichtig, den wir durch Abriss des alten Kesselhauses erreichen konnten“, so Clementinenhaus-Geschäftsführer Fritz Finke. Die Umstellung von der alten Heizanlage auf den Fernwärmeanschluss erfolgte bei laufendem Betrieb des 213-Betten-Krankenhauses. Das seit rund 130 Jahren existierende Krankenhaus in der Lützerodestraße verfügte bisher über eine konventionelle, bereits über 30 Jahre in Betrieb befindliche Kesselanlage auf Erdgasbasis. Auf die alte Heizanlage weist nur noch der schöne historische, gemauerte Schornstein hin, der damit jedoch allein zum technischen Denkmal wurde. Durch den Anschluss an die umweltfreundliche Fernwärme werden zukünftig rund 750 Tonnen CO 2 vermieden. Technik-Vorstand Harald Noske begrüßt, „dass mit dem Clementinenhaus ein weiterer großer Kunde die Chance ergriffen hat, mit der in diesem Fall tatsächlich ganz nahe liegenden Fernwärme, eine dauerhaft ressourcenschonende und klimafreundliche Wärmeversorgung zu verwirklichen“ . Für den Anschluss des Krankenhauses an das Fernwärmenetz waren lediglich gut 30 Meter Leitungsrohrarbeiten erforderlich. Die Fernwärme wird in Hannover in den drei enercity-Heizkraftwerken nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gewonnen. Dies ermöglicht einen besonders hohen Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung. Je mehr Kunden an die Fernwärme angeschlossen werden, desto effizienter werden die Energieerzeugung und deren Beitrag zum Klimaschutz. Aufgrund der hohen Investitionskosten für die Netzinfrastruktur vollzieht sich der Ausbau der Fernwärme vorwiegend durch Wachstum an den Rändern des Netzes oder - wie in diesem Fall - durch Verdichtung im vorhandenen Netzgebiet.

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