Wolgast will 50 Prozent seiner Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen beziehen

Von: Stadtwerke Hannover AG - enercity  08.09.2006
Keywords: Gas

Hannover, den 07. September 2006 - Anlässlich des Abschlusses der Roharbeiten der Biogasanlage an der Netzebander Straße in Wolgast lädt die IEW Innovative Energien Wolgast GmbH am 12. September ab 10.00 Uhr zum Richtfest ein. Zu dieser Veranstaltung werden neben dem Bürgermeister der Stadt Wolgast, Jürgen Kanehl auch die Landrätin des Landkreises Ostvorpommern, Dr. Barbara Syrbe sowie der Vorstandsvorsitzende der Stadtwerke Hannover AG und Präsident des Bundesverbands der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, Michael G. Feist, erwartet. Künftig werden in Wolgast Felder und Ställe Energie für 4.000 Haushalte liefern. Die Annahme des für die Biogaserzeugung benötigten Substrats, Mais, Gülle und Roggen, ist für November dieses Jahres vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt wird die Anlage kontinuierlich hochgefahren bis die Biogasbakterien ihre volle Leistung entfalten. Bereits Anfang Dezember 2006 wird die Inbetriebnahme des BHKW erfolgen. Ab Mitte März 2007 wird mit einem Volllastbetrieb der Anlage gerechnet, so dass ab diesem Zeitpunkt etwa 9.000 Megawattstunden Strom und rund 8.000 Megawattstunden Wärme CO2-neutral erzeugt werden. Die erzeugte Wärme wird in das Fernwärmenetz der Stadt Wolgast eingespeist. Zudem sind zwei weitere Linien geplant. Die Bauarbeiten hierfür werden im April 2007 beginnen.Nach Fertigstellung aller vier Linien werden circa 50 Prozent der Wärmeversorgung Wolgast durch die Biogasanlage erzeugt werden. Für die Erzeugung von Biogas kommen gut 15.000 Tonnen Maissilage zum Einsatz. Der dafür benötigte Mais stammt von den umliegenden Feldern mit einer Gesamtfläche von über 400 Hektar, für deren Bewirtschaftung die Feldfrucht und Tierproduktions GmbH verantwortlich ist. Neben der Maissilage wird auch Schweinegülle aus der Schweinemastanlage verwertet. Bei der energetischen Nutzung von Biogas wird nur soviel Kohlendioxid freigesetzt, wie die Pflanzen vorher beim Wachstum aufgenommen haben. Durch diese CO2-Neutralität wird somit ein wesentlicher Beitrag zum globalen Klimaschutz geleistet wird. Auf diese Weise werden in Wolgast jährlich insgesamt etwa 18.000 Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden. Die IEW Innovative Energien Wolgast GmbH - eine gemeinsame Gesellschaft der Stadt Wolgast und der Danpower GmbH - investiert rund 8,5 Millionen Euro in den Bau der Biogasanlage in Wolgast. Eine ähnliche Biogasanlage errichtet Danpower jetzt auch in Bitterfeld. Die Potsdamer Danpower GmbH, an der die Stadtwerke Hannover AG mit 74,9 Prozent beteiligt ist, projektiert und realisiert Energieversorgungslösungen, um eine Unabhängigkeit der Kunden von den von Deutschland unbeeinflussbaren Rahmenbedingungen auf dem Weltmarkt für Erdöl und Erdgas zu erreichen. In diesem Jahr hat die Danpower GmbH bereits 18 Millionen Euro in Anlagen zur Nutzung von erneuerbarer Bioenergie investiert und leistet damit einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz.

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