neue Dokumentation zur NS-Ordensburg Vogelsang

neue Dokumentation zur NS-Ordensburg Vogelsang von Pröhuber, Karl-Heinz

Von: Pröhuber, Karl-Heinz  13.06.2007
Keywords: Buchproduktion

Ordensburgen waren keineswegs "Zuchtstätten" einer germanischen Herrenrasse und auch nicht eine Niederlassung des berüchtigten "Lebensborn", wie es heute noch viele Deutsche wissen wollen, sondern Ausbildungsanstalten für künftige Führungskräfte der NSDAP. Die Auslese und Heranbildung der nationalsozialistischen "Führeranwärter" war jedoch derart elitär und auf die Verwaltung deutscher Diktatur ausgerichtet, dass sie selbst in der Zeit des so genannten 3. Reiches sagenumwoben blieb. Unter der Leitung des Reichsorganisationsleiters der NSDAP, Dr. Robert Ley, entstanden im Deutschen Reich drei Ordensburgen. In Crössinsee wurden die Anwärter charakterlich ausgerichtet. Sonthofen bildete sie in Verwaltungs-, politischen, diplomatischen und Militäraufgaben aus. Die in der Eifel gelegene Ordensburg Vogelsang verbreitete die rassistische Philosophie der neuen Ordnung. Erstmals liegt eine Dokumentation über die Methodik und Didaktik der drei Ordensburgen vor. Sie ist ein wissenschaftlicher, aber dennoch sehr gut lesbarer Beitrag zur Gesamtthematik: "Erziehung zur politischen Führung im Dritten Reich". Anhand des großen Bild- und Quellenmaterials wird der Leser selbst zur Analyse aufgerufen. Da die Ordensburg Vogelsang nur von 1936 bis 1939 "Junker" ausbildete, kann die potentielle Auswirkung der "härtesten Schule der Welt" nur erahnt werden. Es lässt sich jedoch feststellen, dass die Ausrichtung der "Führeranwärter" bzw. "Ordensjunker" auf den drei Burgen Crössinsee, Sonthofen und Vogelsang sicher ein wichtiger Beitrag gewesen wäre, um die von der NSDAP auf lange Sicht entworfenen Pläne deutscher Herrschaft in Europa zu verwirklichen.

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