Deutsche Post World Net mit neuem, weltweiten Qualitätsprogramm

Von: Deutsche Post AG Bonn  15.03.2006

Mit einer weiterentwickelten Konzernstrategie zur stärkeren Kundenorientierung und Verbesserung der Produkt- und Service-Qualität will die Deutsche Post World Net die erste Wahl für ihre weltweiten Kunden werden. Diese Strategie bis 2009 wird maßgeblich unterstützt durch ein Programm, das den Namen 'First Choice' trägt. Erste Wahl will der Konzern auch als attraktiver Arbeitgeber für Führungskräfte und Mitarbeiter sein, sowie für Aktionäre in aller Welt. 'Kein Logistikkonzern ist im globalen Wettbewerb strategisch besser aufgestellt. Von dieser Basis aus starten wir mit First Choice in eine neue Ära der Unternehmensgeschichte: Wir werden nicht nur unsere Ergebnisse weiter verbessern, sondern mit Hochdruck auf die weltweite Nummer 1 bei Qualität und Kundenzufriedenheit hinarbeiten', sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Klaus Zumwinkel. 'Mit Exel sind wir der größte Logistiker der Welt. Größe allein ist aber kein Kriterium für den Erfolg. Was zählt, ist die Zufriedenheit unserer Kunden. Darum werden wir sämtliche Arbeitsprozesse noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausrichten.' First Choice Beim First Choice Programm handelt es sich um ein mittelfristiges Maßnahmenpaket zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse in allen Geschäftsfeldern, zur Verbesserung von Kundenansprache und -bindung sowie zur Qualitätssteigerung bei Produkten und Prozessen. Zahlreiche operative und strukturelle Maßnahmen, unterstützt durch das Qualitätsprogramm, werden im Jahre 2009 zu einem Konzern-EBIT in Höhe von mindestens 5 Milliarden Euro führen. In 2006 wird das First Choice-Programm in sechs bis acht Pilotländern eingeführt und ab 2007 weltweit eingesetzt. First Choice folgt auf das erfolgreiche Wertsteigerungsprogramm STAR, das in erster Linie auf interne Synergien und Kostenreduktionen ausgerichtet war. Maßnahmen aus STAR haben bis Ende 2005 1,44 Milliarden Euro zum Ergebnis beigetragen und damit die ursprünglichen Erwartungen übertroffen. Am Anfang des Prozesses stehen Referenz-Projekte auf Feldern wie Flugnetzplanung, proaktive Sendungsverfolgung, Call Center und Global Business Services. Auf regionaler und Länderebene liegen Verbesserungspotenziale in den Bereichen Kundenansprache und Beschwerdemanagement sowie Abholung, Transport und Zustellung. Zugleich werden etwa 50.000 Führungskräfte im ersten Anlauf in den Prozess integriert, um Initiativen in Gang zu setzen und zu steuern. In dem Projekt wird mit Scorecard-Systemen gearbeitet. Die Ergebnisse werden gemessen und finden in den Beurteilungen und Einkommensregelungen aller Mitarbeiter ihren Niederschlag. Finanzkennzahlen Im Geschäftsjahr 2005 stieg das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf vergleichbarer EBIT-Basis um 25,1 Prozent von 3 Milliarden Euro auf 3,76 Milliarden Euro. Der Konzernumsatz wuchs im Jahr 2005 um 3,3 Prozent auf 44,6 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn ist um 39,9 Prozent auf 2,24 Milliarden Euro gestiegen. Die Deutsche Post World Net verbesserte das Ergebnis je Aktie im abgelaufenen Geschäftsjahr um 38 Prozent auf 1,99 Euro; im Vorjahr lag der Wert bei 1,44 Euro. Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 10. Mai vorschlagen, eine Dividende für das Jahr 2005 in Höhe von 70 Cent je Aktie auszuschütten. Das entspricht einer Steigerung um 40 Prozent. Die bisherige Dividendenpolitik will der Konzern auch künftig fortsetzen, um seine Aktionäre an der guten Geschäftsentwicklung zu beteiligen. Unternehmensbereich BRIEF Im Unternehmensbereich BRIEF hat das Unternehmen die erwarteten Umsatzrückgänge im nationalen Bereich durch internationale Umsatzzuwächse überkompensiert. Der Umsatz ist um 1 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro gestiegen; das EBIT lag bei 2,03 Milliarden Euro. Während der Markt für Briefkommunikation in Deutschland weiter rückläufig bleiben dürfte, wird der deutsche Werbemarkt künftig wieder wachsen. Der Konzern Deutsche Post World Net will seine Stellung im Gesamtwerbemarkt ausbauen und sich als integrierter Anbieter von medienübergreifenden Leistungen positionieren. Zudem sieht das Unternehmen neue Marktchancen durch die weitere Deregulierung von ausländischen Briefmärkten. Unternehmensbereich EXPRESS EXPRESS konnte seinen Umsatz 2005 um 4,1 Prozent auf rund 18,3 Milliarden Euro steigern. Die Regionen Asia Pacific und Emerging Markets blieben weiterhin stark und verbuchten zweistellige Wachstumsraten im Umsatz. In der Region Americas stieg der Umsatz trotz der bekannten Anlaufschwierigkeiten um 5,8 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro. Nach 117 Millionen Euro im Vorjahr lag das Ergebnis vor Firmenwertabschreibungen bei 445 Millionen Euro; nach Firmenwertabschreibungen bei 11 Millionen Euro. Es wurden Abschreibungen in Höhe von 434 Millionen Euro auf den Firmenwert in der Region Americas vorgenommen. Unternehmensbereich LOGISTIK Wie bereits im Vorjahr entwickelte sich der Unternehmensbereich LOGISTIK im Jahr 2005 positiv. Der Umsatz konnte um 17,1 Prozent auf rund 7,9 Milliarden Euro gesteigert werden. Hierzu trugen beide Geschäftsfelder DHL Global Forwarding und DHL Exel Supply Chain mit starkem organischen Wachstum bei. Das EBIT ist um 73,1 Prozent auf 315 Millionen Euro gestiegen. Damit erhöhte sich die Umsatzrendite im Bereich LOGISTIK von 2,7 Prozent im Vorjahr auf 4 Prozent. Die Zahlen für 2005 enthalten noch nicht das Geschäft von Exel. Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN Das EBIT des Unternehmensbereichs FINANZ DIENSTLEISTUNGEN, der im Wesentlichen aus der Postbank besteht, ist 2005 um 10,6 Prozent von 714 Millionen Euro auf 790 Millionen Euro gestiegen. Die Postbank hat über ihre Ergebnisse am 13. März separat berichtet. Ausblick 2006 Die Deutsche Post World Net geht für das Jahr 2006 von einem insgesamt positiven Geschäftsverlauf aus. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern einen Umsatz in der Größenordnung von gut 60 Milliarden Euro und ein EBIT von mindestens 3,7 Milliarden Euro, unter Einbeziehung von erheblichen Einmalaufwendungen für die Einbindung von Exel und BHW. Für den Unternehmensbereich BRIEF rechnet der Konzern für 2006 mit einem stabilen bis leicht steigenden Umsatz und einem EBIT von rund 2 Milliarden Euro. Im Unternehmensbereich EXPRESS wird für das Jahr 2006 mit einem prozentual einstelligen Umsatzzuwachs gerechnet. Das operative Ergebnis 2006 sollte in Höhe des Vorjahres ohne Firmenwertabschreibungen, also 445 Millionen Euro, liegen. In dem durch Exel erweiterten Unternehmensbereich LOGISTIK ist ein Umsatzniveau von deutlich über 18 Milliarden Euro und ein EBIT von rund 500 Millionen Euro zu erwarten. Im Unternehmensbereich FINANZ DIENSTLEISTUNGEN sollen die Erlöse auch durch die Einbeziehung der BHW Holding zunehmen und das operative Ergebnis prozentual zweistellig auf mindestens 900 Millionen Euro wachsen.


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