Hypnose - Auf die ganz sanfte Tour

Von: Gemeinschaftspraxis Dr. Grzonka, Dr. Reißmann  13.05.2007
Keywords: Hypnose

Artikel in der WAZ vom 22.09.2000 Auf die ganz sanfte TourHypnose hilft Angst-Patienten Der Schmerz ist stark, aber die Furcht vor dem Mann mit dem Bohrer übertrifft das Reißen im Kiefer. Der Zahnarzt-Termin - ein Horrortrip. Die Angst ist unnötig, meinen immer mehr Dentisten. Sie helfen mit Hypnose.Zwei Hände ruhen sanft auf den Schultern. Die des Zahnarztes auf der rechten, die der Helferin auf der linken Seite. Mit leiser, monotoner Stimme reden beide auf die Patientin ein. Die scheint ins Reich der Träume abgetaucht zu sein und öffnet den Kiefer wie in Trance - die Behandlung beginnt. In der Tönisheider Praxis von Stefan Atzwanger ist die sanfte Tour im Behandlungsstuhl alltägliches Geschäft. Wie 500 Kollegen, die sich ebenfalls der "Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Hypnose" (DGZH) angeschlossen haben, versucht Atzwanger das Image des studierten Handwerkers abzustreifen, der ungerührt mit Bohrer und Zange hantiert.Einfühlung statt Überlegenheit, Phantasie statt kühler Routiniertheit - der Einsatz von Hypnose verlangt von Schulmedizinern vieles ab, was Studium und Ausbildung selten vermitteln dürften. Methoden, die sich im Sinne des Patienten aber lohnten, betont Atzwanger: "Viele Patienten stehen kurz vorm Kollabieren, wenn sie nur die Praxis riechen."Mit Hypnose-Hokus-Pokus und Show habe die neue Behandlungsmethode allerdings nichts zu tun, so der Mediziner. Auf Umwegen zum BehandlungsstuhlOft genüge schon, dass der Patient auf dem Behandlungsstuhl bewusst atme und sich mit Hilfe des Arztes positive Erlebnisse und Gefühle in Erinnerung rufe. Nur eine Minderheit beinharter Rationalisten sperre sich gegen hypnotische Elemente wie Musik und Suggestion. Ganz auf Betäubungs-Spritzen verzichten aber auch DGZH-Ärzte nicht.Wer unter schlimmen Phobien leide und in Panik aus der Praxis flüchte, der brauche mitunter weitergehende Hilfe. Atzwanger: " Wir arbeiten mit Psycho-Therapeuten zusammen." In der Praxis werde dann Schritt für Schritt die Annäherung an den Behahdlungsstuhl "geübt". Da diese Methoden nicht über die Kassen abgerechnet werden können, zahlt der Patient. 150 bis 500 Mark pro Sitzung berechnen Ärzte der DGZH. - "lch habe einen Patienten, das war ein echter Phobiker, und heute lässt er alles ohne Spritze machen", versichert Atzwanger.Auch bei Kindern empfehle sich eine Art "Hypnose". Jenny (4) ruinierte sich als Baby durch Dauer-Nuckeln am Zuckertee alle Vorderzähne. Angst vorm Zahnarzt hatte Jenny zwar nie, "aber kleine Kinder halten nicht auf Anweisung zehn Minuten den Mund auf ", so der Arzt. Durch Geschichten-Erzählen und Belohnung (z. B. Luftballon-Aufblasen mit dem "Puster") wird der Zahnarztbesuch zu einer Art Spiel. Jennys Zähne sind inzwischen restauriert - und darauf ist die Vierjährige stolz. Bericht der WAZ, W107/03 vom Freitag, den 22. September 2000

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