Thailand: So `ne Busfahrt die ist lustig … und so `ne Zugfahrt auch

Thailand: So `ne Busfahrt die ist lustig … und so `ne Zugfahrt auch von CHENTHAYTRAVEL (CTT)

Von: CHENTHAYTRAVEL (CTT)  09.11.2011
Keywords: Urlaub, Reise, Erlebnisreisen

Eigentlich schwöre ich ja so gut wie nie, aber: In Thailand werde ich künftig weder per Bus noch mit der Bahn fahren, sofern sich eine andere Möglichkeit auftut. Wir hätten mit einem unserer eigenen Fahrer von Pattaya nach Chiang Mai fahren können. Wir hätten auch fliegen können. Und wir hätten auch mit der Bahn fahren können. Aber nein: Wir hatten uns entschieden, den Nachtbus zu nehmen. Nicht, weil der günstiger war, sondern weil wir landestypisch unterwegs sein wollten, und auf der Strecke von Ubon Ratchathani nach Pattaya so gute Erfahrungen mit diesem Transportmittel gemacht hatten. Wir schrieben den 03.08.2010. - Das lösen der Fahrkarte (schon am Vormittag am Busbahnhof in Pattaya) stellte kein Problem dar. Gegen 19:00 Uhr fanden wir uns dann zur Abfahrt ein und das überaus freundliche Personal der Buslinie checkte unsere Koffer sehr behutsam ein. Die Abfahrt erfolgte pünktlich um 19:30 Uhr, und der erste Eindruck war einfach super. Kurz nachdem der Bus losgefahren war, hieß uns die Reisebegleitung der Buslinie willkommen: "Meine Damen und Herren, ich begrüße Sie im Namen von NCA sehr herzlich auf der Fahrt von Pattaya nach Chiang Mai. Ihre Sicherheit ist uns sehr wichtig. Daher haben wir für die gesamte Stecke 3 Fahrer an Bord, die sich abwechseln werden." "Wow, drei Fahrer," dachte ich ... und "Ihre Sicherheit ist uns wichtig." Hm: Sollte sich in Thailand so viel zum Positiven gewandelt haben? Es ging also auf die Autobahn. Wir waren keine 10 Minuten gefahren, erreichten wir den ersten Stau. Der Grund: Ein Sattelschlepper mit einem (mindestens 10 Meter langen) Schiff hatte wohl die falsche Auffahrt gewählt, und stand entgegen unserer Spur. Auf der Gegenseite standen schon 2 Riesenkräne bereit, um das Gefährt auf die andere Autobahnseite zu hieven. ... Sah imposant aus. Viele schöne blaue und gelbe Lichter, dutzende Polizisten und Helfer standen sehr eifrig herum und warteten wohl darauf, dass einer ihnen sagten, was sie als nächstes zu tun hätten ... Leid tat mir eigentlich nur der Depp, der als Geisterfahrer ca. 5 Kilometer zurückgelegt hatte, denn der wird wohl seines Lebens nicht mehr froh. Weiter ging die Fahrt. Wir passierten Bangkok. Kurz hinter der Hauptstadt hat sich dann unser Busfahrer verfahren (!). Glaubt es oder nicht, es ist Tatsache. Wir sitzen in einem öffentlichen Bus, und ein Fahrer verpasst die richtige Abfahrt, nämlich Bang Pa-In. Buddha sei Dank bemerkte er seinen Fehler ca. 400 Meter später, aber was jetzt folgte, das lässt jedem, der Thailand nicht kennt, die Haare zu Berge stehen: Der Bus wurde auf dem ca. 1 Meter breiten Randstreifen zum Stehen gebracht; und auf eben jenem super-schmalen Standstreifen rollte der Bus dann die ganze Strecke rückwärts bis zur Ausfahrt Bang Pa-In. Dort fädelte der Fahrer sich dann in einem wirklich riskanten Manöver in die Überholspur ein und das erste Abenteuer war überstanden. Das zweite ließ aber nicht lange auf sich warten: Wir passierten Bang Pa-In, fuhren an Ayutthaya vorbei, und kurz dahinter hielt unser Bus dann wieder auf einem der superschmalen Standstreifen unter einer Autobahnbrücke. "Gut," dachte ich, als sich die beiden Ersatzfahrer, die ebenfalls vorne saßen, erhoben: "wird nun wohl der 1. Fahrerwechseln folgen." Aber eigentlich hätte ich es mir denken können und besser wissen müssen, denn ich bin ja nicht das erste Mal in Thailand unterwegs. An einen Fahrerwechsel war nicht zu denken. - Im Gegenteil: Die beiden Fahrer, welche bisher noch nicht in Aktion zu erleben waren, verabschiedeten sich überschwänglich von unserem bisherigen Fahrer (diese Zeremonie dauerte bestimmt mehr als 10 Minuten), und entschwanden in Richtung Autobahnüberführung. (Hatten wohl etwas Wichtigeres zu tun, als Ihren Job wahrzunehmen ... Vielleicht lockte ja eine Feier mit Bier und Whisky). Was soll ich noch viel schreiben; das Ende wird wohl jetzt jeder erraten: Unser erster Fahrer sollte auch der Letzte bleiben. Er fuhr die gesamte Strecke alleine. Zwar rutsche er die letzten zwei Stunden, weil er kaum noch sitzen konnte, von einer Backe auf die Andere, aber wir erreichten unser Ziel ohne weitere Zwischenfälle pünktlich gegen 07:00 Uhr am nächsten Morgen. Bleibt noch anzumerken, dass ich wohl der einzige war, der diese Nacht (außer unserem Fahrer) im Bus wach verbrachte. Sinn und Zweck unserer Reise in den Norden Thailands war es, uns mit dem dortigen Leiter unseres Partnerbüros zu treffen, und eine neue Tour für unsere Reisefreunde zu erkunden. Unser Start der mehrtägigen Rundreise war, wie sollte es anders sein, in Chiang Mai. Auf der Strasse der "1.800 Kurven" führte uns der Weg von Chiang Mai nach Mae Hong Sorn; vorbei endlosen Reisefeldern, heißen Quellen und einer Tropfsteinhöhle, die man - wenn genügend Wasser vorhanden - auch per Bambusfloss durchqueren kann. Weiter ging es von Mae Hong Sorn nach Mae Chaem, bevor es dann am folgenden Tag über Thailands höchsten Berg (den Doi Inthanon) zurück nach Chiang Mai geht. Die nächste Station unserer Inspektionsreise sollte Bangkok sein. - Konsequent wie wir nun mal waren, buchten wir auch hierfür keinen Flug, der uns in gut einer Stunde ans Ziel gebracht hätte, sondern den Nachtzug. Ich kann es Euch versichern: "So `ne Zugfahrt die ist lustig, so `ne Zugfahrt die ist schön", ... solange sie nicht in Thailand stattfindet. Gebucht hatten wir Chiang Mai -> Bangkok, 1. Klasse, Nachtzug, am 09.08.2010. Abfahrt 16:30 Uhr mit Ankunft in Bangkok an nächsten Morgen um 06:40 Uhr. Soweit die Theorie. Unser Büroleiter in Chiang Mai hatte uns schon mit einem hinterhältigen, verschmitzt-mildem Lächeln vorgewarnt: "Ich wünsche Euch eine gute Reise. Und wenn Ihr dann vielleicht so um 9 Uhr in Bangkok angekommen seid, dann ruft mich mal an!" Verdammt, wieso sollte er Recht behalten? Die Abfahrt war wieder - wie schon beim Bus - überaus pünktlich, aber das einzige, was ich als Positivum vermelden kann ist, dass wir heil in Bangkok ankamen, und dass man im Speisewagen rauchen darf. (Auch das ist wieder Thai-Logik: In ganz Thailand gilt dort, wo Speisen serviert werden -also selbst an den Garküchen auf der Strasse- Rauchverbot, das bei Missachtung mit 2.000 THB bestraft wird ... sorry, bestraft werden soll.) Nur nicht in "unserem" Zug. Dort standen im Speisewagen ganz offiziell Aschenbecher auf den Tischen, die reichlich genutzt, bzw. gefüllt wurden. Aber zurück zur Fahrt: Ca. 10 Minuten hinter Lampang hielt unser Zug in völliger Dunkelheit urplötzlich auf einspuriger Strecke mitten in der Wildnis und bei totaler Dunkelheit an. Links eine steile Böschung und dann Bambuswald; rechts Reisfelder, die man schemenhaft beim Blick aus den Fenstern erkennen konnte. Die Uhr tickte immer weiter: 10 Minuten, 20 Minuten, 30 Minuten. Keiner wusste wieso wir hier anhielten. Selbst das wirklich freundliche, aber zu bedauernde Zugpersonal, war mit der Klärung dieser Frage überfordert. Draußen lief ab und zu jemand mit einer weißen Taschenlampe am Zug vorbei. Das war aber auch schon alles, was zu sehen war. Nach 55 Minuten ging dann endlich ein Ruck durch den Zug und wir fuhren wieder ... allerdings rückwärts ... Nach einer weiteren guten viertel Stunde erreichten wir wieder Lampang. Nachdem wir dort eine Weile auf dem Abstellgleis standen, klingelte mein Telefon und unser Büroleiter aus Chiang Mai meldete sich fröhlich: "Hallo, Khun Chao, wie geht's, wo seid ihr?" Als ich ihm die Story, die bis dahin geschehen war, erzählte, kam er aus dem Lachen nicht mehr heraus. ... Grund seines Anrufs war aber ein Anderer: Wir sollten doch einmal in unserem Koffer nachsehen, denn das Hotel, in dem wir gewohnt hatten, hätte ihn angerufen, da man vom Zimmern 222 die Wäsche der Gäste vermisse. Im ohnehin schon engen Abteil (der 1. Klasse!) öffneten wir also unseren Koffer und siehe da, außer unserer gereinigten Wäsche fanden wir auch noch die der beiden Zimmer 222 und 223 (wie sich dann später in Bangkok herausstellte, befand sich in unserer gereinigten Wäsche auch noch ein Hemd, das uns gar nicht gehörte). Wir vereinbarten, die Wäsche nach Ankunft in unserem Büro in Bangkok zu deponieren. Dort sollte sie dann am nächten Tag vom Hotel (das einer Kette angehört und das in Bangkok auch ein Haus betreibt) abgeholt, und nach Chiang Mai zurückgebracht werden. Nochmals zurück zu unserer wunderschönen Zugfahrt: In Lampang raste zuerst der entgegenkommende Zug aus Bangkok an uns vorbei. Wenig später dann überholte uns auch noch der erst später in Chiang Mai gestartete "Nachtexpress" nach Bangkok. Wohl um uns zu beruhigen, ruckte unser Zug in Abständen von jeweils etwa einer halben Stunde drei Meter vor und zurück (sollte wohl heißen: "Man kümmert sich um Euch.") und nach cirka 2 weiteren Stunden nahm der Zug dann wieder Fahrt auf, um sich den Weg nach Bangkok "zu suchen". Was soll ich noch lange Schreiben? Wir erreichten Bangkok rund 3,5 Stunden später als geplant (sehr zur Freude all derer, die noch einen Flug hätten erreichen müssen, und die schon seit Stunden schimpfend wie die Rohrspatzen auf das Zugpersonal einredeten, was aber letztendlich auch nichts geholfen hatte.) Fazit: Wo immer es in Thailand geht, solltet ihr das Flugzeug nutzen, oder aber einen der CHENTHATYRAVEL-Transfers buchen unter dem Direktlink http://www.ctt-reisen.de/hot_uebersicht_transfers.htm (es sei denn, ihr habt viel Zeit und liebt das Abenteuer). Ach ja: Die oben kurz beschriebene Rundreise in Nordthailand (welche übrigen ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief und traumhaft schön war) könnt ihr ab sofort natürlich bei CHENTHAYTRAVEL buchen unter http://www.ctt-reisen.de/12_ss_cnx002.htm alle CHENTHAYTRAVEL-Touren rund um Chiang Mai sind hier zu finden http://www.ctt-reisen.de/chenthay9_4_chiang_mai.htm und auch eine Gruppenreise ab/an Deutschland mit festen Terminen können wir anbieten unter http://www.ctt-reisen.de/touren_ctt_007.htm Bis zum nächsten Mal: Euer Khun Chao (Chef von CTT-Deutschland)

Keywords: Erlebnisreisen, Reise, Thailand, Transfer, Urlaub

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