BWO Behinderten Werkstätten Oberberg GmbH in Wiehl: Erfolgreich mit Miele-Maschinen

Von: Miele & Cie GmbH & Co.  15.03.2007
Keywords: Waschmaschinen

Kittel, Küchenwäsche, Schutzbekleidung für die Mitarbeiter in der Küche, Gärtnerei und Metallbearbeitung: Edgar Friede und seine 14 Kollegen sorgen dafür, dass etwa 200 kg Wäsche pro Woche wieder sauber und trocken werden, die nur für den eigenen Bedarf der BWO Behinderten Werkstätten Oberberg bestimmt sind. Dazu kommen im selben Zeitraum ca. 350 kg Textilien von Kunden aus dem oberbergischen Kreis. Dort ist die BWO mit über 700 Beschäftigten die größte Reha-Einrichtung für erwachsene Menschen mit Behinderung. Weil die Aufgaben in der Hauwäscherei wachsen, wurden hier kürzlich moderne Miele-Maschinen in Betrieb genommen. Personal aus Gaststätten, Hotels, und Handwerksbetrieben sowie Privatkunden bringen immer mehr Oberbekleidung, Frottee-, Tisch- und Bettwäsche vorbei. Es gibt drei eigene Annahmestellen, in denen künftig auch behinderte Mitarbeiter eingesetzt werden sollen. Nach und nach sollen sie sich für diese Aufgabe qualifizieren, deshalb probt Bärbel Piela mit ihnen ein „rotierendes System“: Die Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung setzt jeden, der in der Wäscherei arbeitet, für alle Aufgaben ein. Begonnen wird mit einfachen Handgriffen, die im Lauf der Zeit komplexer werden können. Nach dem Wäschefalten kann zum Beispiel der Einsatz an der Mangel folgen. Mitarbeiter wie Edgar Friede, die seit vielen Jahren bei der BWO beschäftigt sind, bedienen – angeleitet von Bärbel Piela oder ihrer Kollegin – auch selbstständig die Waschmaschinen und Trockner. Das setzt voraus, dass sie bereits Textilien nach Bunt-, Pflegeleicht- oder Kochwäsche unterscheiden können. In der Wäscherei gibt es schon lange je eine Miele-Waschmaschine für 13, 10 und 6,5 kg Füllgewicht sowie einen Trockner für 14 kg Wäsche. Besonders leicht können aber die neue Waschmaschine und der passende Trockner für je 20 kg Füllgewicht von den Angestellten mit Handicap bedient werden, denn sie verfügen über eine Benutzerführung im Display. Hier wird jedes Programm mit vollem Namen angezeigt. Im Moment teilen sich Edgar Friede und ein Kollege diese Aufgabe, doch möglicherweise bekommen sie künftig auch Unterstützung: „Wir setzen in der Wäscherei besonders leistungsfähige Mitarbeiter ein, die – wie alle unsere Angestellten – eine etwa zweijährige, grundlegende Einweisung in unserem Berufsbildungsbereich bekommen haben“, berichtet Geschäftsführer Dietmar Groß. „In dieser Zeit zeichnet sich ab, welcher Bereich für den Einzelnen geeignet ist.“ Die Auswahl ist groß: Das Kerngeschäft der Behinderten Werkstätten ist die industrielle Fertigung, zum Beispiel Elektromontage, Metallverarbeitung und Verpackungsarbeiten für bekannte Unternehmen aus dem Elektronik-, Kunststoff- oder Möbelbereich. Auch hier gilt das Prinzip der Arbeitszergliederung von einfachen Handgriffen bis zu anspruchsvolleren Aufgaben. Dazu kommt die Garten- und Landschaftspflege. So werden beispielsweise 440 Gräber auf oberbergischen Friedhöfen, ein Kurpark sowie große Firmengrundstücke ganzjährig versorgt. Da viele Mitarbeiter schwer- und mehrfachbehindert sind, stehen ihnen neben der Arbeit zahlreiche Fördermaßnahmen zur Verfügung: Von der Krankengymnastik und Reittherapie bis zum Sprachunterricht und Computerkurs. All diese Aktivitäten erfordern eine langfristige Planung, deshalb wurde im Sommer 2006 ein neuer Standort im Ortsteil Wiehl-Bomig eingerichtet, wo sich jetzt auch die Wäscherei befindet. Der Hauptsitz in Wiehl-Faulmert, der 1972 gegründet wurde und weiter besteht, war längst zu klein geworden, und in Bomig gibt es die Möglichkeit, 120 weitere Arbeitsplätze einzurichten. „Wir werden sie brauchen“, sagt Dietmar Groß. „Denn weil bereits entsprechende Zahlen der Sonderschulen vorliegen, wissen wir, dass wir etwa ab dem Jahr 2012 über 800 behinderte Menschen beschäftigen werden.“ Die Einrichtung wächst, die Küche auch: Täglich werden für alle Beschäftigten etwa 650 Mahlzeiten gekocht und für besondere Veranstaltungen können es auch über 1000 Essen sein. Deshalb fällt immer mehr Küchenwäsche an. „Trotzdem lässt sich die Arbeit an einem Achtstundentag gut bewältigen“, sagt die Wäscherei-Fachkraft Bärbel Piela. Jetzt unterstützt auch eine neue Miele-Mangel, die stündlich bis zu 99 kg Wäsche „schafft“, ihr Team. Damit die Mitarbeiter hier ebenfalls Aufgaben bewältigen können, die möglicherweise noch wachsen, verbessert Bärbel Piela laufend die Arbeitsbedingungen – zum Beispiel durch so genannte Stehhilfen, die einen längeren Einsatz an der Mangel angenehmer machen.

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