Schadstoffmessung nach Bränden

Von: Institut für Energieberatung und Baubiologie  02.12.2010
Keywords: Gesund Wohnen, Schadstoffe, Schadstoffmessung

Bei der unvollständigen Verbrennung von organischem Materialien, also auch bei Haus- und Wohnungbränden, entstehen tausende von neuen, teilweise hoch-toxische Schadstoffe. Diese sind zum Teil leicht-flüchtig und schon kurze Zeit nach einem Brand nur noch in geringen Konzentrationen in der Raumluft nachzuweisen. Andere Substanzen verbleiben dagegen über längere Zeiträume im Gebäude. Diese schwer-flüchtigen und auch partikulären Substanzen (Ruß, Rauch) stellen bei kalten Brandstellen das eigentliche Risiko für die Gesundheit der Arbeiter und Bewohner dar.


Eine fachgerechte Brandschadensanierung sieht neben der Behandlung/Entfernung aller mit Ruß belasteten Inventarien auch die Feinreinigung/Sanierung der Raumoberflächen vor. An diesen haften diverse schwer-flüchtige Schadstoffe, wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), aber auch Dioxine (bekannt als Seveso-Gifte) und Furane, viele hochgradig krebseregend.


Nach Brandschäden ist es daher aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen notwendig, die Brandstelle vor der Sanierung in eine Gefahrenklasse einzustufen, um die Arbeiter vor Ort zu schützen.

Nach einer Brandschadensanierung wird dringend empfohlen, die Räumlichkeiten auf Rückstände von PAK, Dioxine und Furane, PCB, etc. durch eine Sanierungskontrolle untersuchen zu lassen. Erkrankungen von Bewohner durch unsachgemäße Sanierungsmaßnahmen können bei konkreten Nachweisen der Schadstoffe zu hohen Schadensersatzforderungen führen.

Keywords: Baubiologe, Gesund Wohnen, Raumluftmessung, Sanierungsbegleitung, Schadstoffe, Schadstoffmessung

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