Duales System Interseroh in ganz Deutschland: 100% Wettbewerb um gelbe Tonne und „Grünen Punkt“

Von: Interseroh AG  16.08.2006
Keywords: Recycling

Der „Grüne Punkt“ bekommt nun in ganz Deutschland Konkurrenz. Im Wettbewerb um die gebrauchten Verkaufsverpackungen, die über die gelben Tonnen und gelben Säcke sowie Glas- und Altpapiercontainer erfasst werden, erhält der Dienstleister und Rohstoffversorger Interseroh aus den zwei verbleibenden Bundesländern die Zulassung als Duales System. Hessen und Baden-Württemberg komplettieren die Landkarte aller 16 Bundesländer, in denen Interseroh die Verpackungsrücknahme und -verwertung künftig organisiert. Der Markt für die Rücknahme und das Verwerten ausgedienter Verkaufsverpackungen aus den gelben Tonnen und Säcken umfasst ein Dienstleistungsvolumen von rund 1,5 Milliarden Euro. Der Großteil davon entfällt heute noch auf den Ex-Monopolisten Duales System Deutschland GmbH (DSD). „Es ist gut, dass hier endlich ein vollständiger Wettbewerb herrscht. Unser Ziel ist ein Marktanteil von 15 Prozent bis Ende des nächsten Jahres. Noch in diesem Jahr wollen wir bei den Verkaufsverpackungen ein Lizenzierungsvolumen von deutlich über 100 Millionen Euro erreichen“, erklärte Interseroh-Dienstleistungsvorstand Roland Stroese. „Die Zulassungen aus Hessen und Baden-Württemberg sind der Durchbruch für einen echten bundesweiten Markt. Mit unseren Angeboten zur Rücknahme und Verwertung von Verkaufs- und Transportverpackungen auf allen Stufen des Handels und am Haushalt bieten wir den Herstellern aus der Food- und aus der Non-Food-Industrie wohl eine einmalige Komplettlösung für das Verpackungsrecycling. Ergänzend können unsere Kunden über uns die vielfältigen Erfordernisse rund um das Einwegpfand und auch ihre Verpflichtungen beim Produktrecycling erledigen, zum Beispiel für Elektro- und Elektronik-Altgeräte“, sagte Stroese. Unternehmen, die Verkaufsverpackungen in Verkehr bringen, sind nach der Verpackungsverordnung verpflichtet, diese zurückzunehmen und wiederverwerten zu lassen. „Es war ein langer Weg von der ersten bis zur letzten Zulassung, aber wir haben ihn in einer sehr ordentlichen Zeit geschafft“, so Stroese. Die erste Zulassung (im Amtsdeutsch: Feststellung) als Duales System hatte Interseroh im März 2004 in Hamburg erhalten. Aus Hessen kam die vorletzte Zulassung am 8. August, in Baden-Württemberg endet in den kommenden Tagen die Anhörungsfrist, nach der die Zulassung erteilt wird. Interseroh benutzt das bestehende Sammelsystem der gelben Tonnen und gelben Säcke mit, so dass sich für die Bürgerinnen und Bürger bei der Sammlung nichts ändert.

Keywords: Recycling