Interseroh AG: Umsatz- und Ergebnissteigerung im ersten Quartal

Von: Interseroh AG  16.05.2008
Keywords: Abfallwirtschaft, Ver- & Entsorgung

Der Umsatz im Segment Stahl- und Metallrecycling kletterte von 305,9 Mio. Euro auf 405,1 Mio. Euro. Der Bereich Dienstleistung trug 69,4 Mio. Euro zum Umsatz bei (Vj.: 93,1 Mio. Euro). Im Geschäftsbereich Rohstoffhandel stieg der Umsatz von 46,4 Mio. Euro auf 61,0 Mio. Euro. Zwischen den Segmenten war ein Betrag von 8,5 Mio. Euro zu konsolidieren (Vj.: 8,5 Mio. Euro).

Das EBT erhöhte sich von 16,6 Mio. Euro im ersten Quartal 2007 auf jetzt 17,3 Mio. Euro, das EBIT von 17,8 Mio. Euro auf 19,5 Mio. Euro.

Stahl- und Metallrecycling

Zum kräftigen Umsatzschub im Segment Stahl- und Metallrecycling trugen einerseits die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum höheren Preise für Stahl- und Metallschrotte bei. Andererseits konnten mit den im Geschäftsjahr 2007 getätigten Erwerben neuer Standorte die vermarkteten Mengen ausgebaut werden.

Dienstleistung

Die Dienstleistungen entwickelten sich positiv. Allerdings standen die Margen weiterhin unter Druck. Im Bereich des Verkaufsverpackungsrecyclings wurde infolge des aggressiven und teilweise nicht kostendeckenden Preiswettbewerbs einiger Wettbewerber bewusst auf Umsatz verzichtet.

Rohstoffhandel

Eine Erhöhung der vermarkteten Tonnage durch die weitere Akquisition freier Handelsmengen und steigende Altpapierpreise trugen auch in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres zum Umsatzwachstum in diesem Segment bei. Leicht gesunkene Tonnagen aufgrund von Mindermengen aus dem Dienstleistungsgeschäft bei gleichzeitig leichten Preissteigerungen kennzeichneten den Markt für Kunststoffe. Die gehandelten Tonnagen an Althölzern sanken im Vergleich zum Vorjahresvergleichszeitraum. Grund dafür ist die Veräußerung des Standortes Lünen zum Ende des Geschäftsjahres 2007. Anhaltend technische Probleme und daraus resultierende Verlusterwartungen hatten zur Trennung von diesen Aktivitäten geführt. Die Holzkontore Saarland, München und Leipzig sind noch nicht in Umsatz und Ergebnis einbezogen. Die Annahmepreise und Vermarktungspreise standen wegen der hohen Nachfrage nach Althölzern unter Druck.

Im März des laufenden Geschäftsjahres hat die Interseroh Rohstoffe GmbH, vorbehaltlich der Zustimmung des Kartellamtes, die Mehrheit am international tätigen Altkunststoffhändler und -aufbereiter RDB GmbH, Aukrug, übernommen.

Auswirkungen auf Nettoverschuldung, Working Capital und Bilanzsumme

Höhere Preise im ersten Quartal 2008 für Stahl- und Metallschrotte sowie für Altpapier und Kunststoffe ließen das Working Capital sowie die Nettoverschuldung im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2007 entsprechend steigen. Es bleibt allerdings genügend Raum für das weitere geplante Wachstum. Die Bilanzsumme erhöhte sich mit steigendem Working Capital sowie Investitionen in langfristige Vermögenswerte.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Mitarbeiter der Interseroh-Gruppe wuchs von 1.670 im ersten Quartal 2007 auf 1.820 zum Stichtag 31. März 2008. Davon arbeiteten 1.157 Mitarbeiter (Vorjahresvergleichswert: 1.011) im Unternehmenssegment Stahl- und Metallrecycling, 391 im Bereich Dienstleistung (Vj.: 371) sowie 272 Mitarbeiter im Segment Rohstoffhandel (Vj.: 285).

Ausblick

Interseroh rechnet im Geschäftsbereich Stahl- und Metallrecycling weiterhin mit Preisen auf hohem Niveau. Durch externes Wachstum soll das Segment auch 2008 weiter ausgebaut werden.

Dem nicht kostendeckenden Preiswettbewerb einiger Wettbewerber beim Verkaufsverpackungsrecycling wird Interseroh nicht folgen. Vielmehr setzt der Vorstand auch zukünftig auf eine qualitativ hochwertige und ertragreiche Strategie. Es ist davon auszugehen, dass sich der Markt mit der fünften Novelle der Verpackungsverordnung zum 1. Januar 2009 stabilisieren wird.

Im Segment Rohstoffhandel werden sinkende Papierpreise sowie stabile Kunststoffpreise erwartet. Interseroh will ihre Mengen durch weitere Akquisitionen freier Handelsmengen ausbauen.

Aufgrund steigender Rohstoffpreise im zweiten Quartal 2008 erwartet der Vorstand bei sonst gleichbleibenden Marktbedingungen eine insgesamt gute Ertragsentwicklung.

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