Vorsicht heiß!!!!

Vorsicht heiß!!!! von Tierarzt A. Urlaub

Von: Tierarzt A. Urlaub  01.06.2011
Keywords: Hund, Katze, Tierarzt

Der Sommer ist für viele Hunde gefährlich. Der Grund: Die Tiere regulieren ihre Körperwärme nur durch Hecheln über die Zunge und Schwitzen an den Pfoten. Deshalb steigt ihre Körpertemperatur schnell an, wenn sie ungeschützt der Sonne oder hohen Temperaturen ausgesetzt sind. Das Risiko, einen Hitzschlag zu erleiden, ist für den Hund ab dem Frühsommer hoch. Schon bei einer Körpertemperatur von über 43 Grad Celsius droht Lebensgefahr. Wir sagen Ihnen, welche Symptome auf einen Hitzschlag hinweisen und wie Sie Ihren Hund am besten davor schützen.

Taumeln ist Alarmsignal
Besonders gefährlich ist die Sommerhitze für ältere Hunde oder Tiere mit schwachem Kreislauf. Auch große und langhaarige Hunde haben mit hohen Temperaturen Probleme. Doch woran erkennt man, dass der Hund einen Hitzschlag hat? Vor allem Mattheit, starkes Hecheln, gestörte Bewegungen wie Taumeln oder ein starrer Gesichtsausdruck sind Symptome für einen drohenden Kreislaufzusammenbruch. Weitere Anzeichen dafür sind Erbrechen, Bewusstlosigkeit und eine erhöhte Körpertemperatur.

Zuerst die Beine kühlen
Treten diese Symptome auf, sollte man den Hund so schnell wie möglich in eine kühle Umgebung bringen. Trinken darf der Hund jetzt nur wenig. Damit die Körpertemperatur sinkt ist es zudem wichtig das Tier mit kühlem Wasser zu besprühen. Es ist ratsam, an den Beinen anzufangen, dann Bauch und Brust zu kühlen und zum Schluss den Kopf zu befeuchten. Alternativ können Kopf und Nacken des Hundes für kurze Zeit mit feuchten Tüchern oder Eisbeuteln gekühlt werden. Um den Kreislauf anzuregen hilft, eine Massage der Gliedmaßen. Tritt nach zehn Minuten keine Besserung ein, muss der Hund zum Tierarzt.

Geöffnete Fenster reichen nicht
Ein verriegeltes Auto, das in der prallen Sonne steht, ist die häufigste Ursache für einen Hitzschlag beim Hund. Deshalb sollte man seinen Vierbeiner am besten nie alleine im Auto lassen - auch nicht für einen kurzen Augenblick. Denn selbst bei leicht geöffneten Fenstern erhitzt sich das Wageninnere in wenigen Minuten auf bis zu 70 Grad Celsius. Muss der Hund dennoch im Fahrzeug bleiben, sollte man sein Auto immer im Schatten oder einem Parkhaus abstellen. Wichtig ist auch, die Fenster mehr als einen Spalt zu öffnen und dem Hund Wasser anzubieten.

Langes Gassi gehen nur abends oder morgens ganz früh
Auch im Freien können Hunde im Sommer einen Hitzschlag erleiden. Um das zu vermeiden, sollte man mittags und nachmittags nur kurz Gassi gehen. Für längere Spaziergänge bieten sich hingegen die kühleren Morgen- und Abendstunden an. Bei Fahrradtouren in der Sommerhitze ist es am besten, den Hund zuhause zu lassen. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Tier immer ausreichend mit Wasser versorgt ist und die Möglichkeit hat, sich in den Schatten zu legen.

Hat der Hund einen Hitzschlag, muss er sofort gekühlt werden.

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