Hoflieferant der Grafen von Berg ?!

Hoflieferant der Grafen von Berg ?! von Frank Berghoff Augenoptik

Von: Frank Berghoff Augenoptik  28.04.2008
Keywords: Augen

Lieferant fürs Schloss ist Berghoff dennoch - für das Museum Schloss Burg hat sein Betrieb Brillen nach historischen Mustern angefertigt, die demnächst als Dauerleihgabe dort ausgestellt werden sollen. Für die Optiker-Auszubildende Danika Berg (20) aus Wermelskirchen war das ein ganz besonderes Projekt: Sie hat sich über die Anfänge der Brillenherstellung informiert und dann nach historischen Zeichnungen und Abbildungen Brillenmodelle aus Holz oder Büffelhorn angefertigt. "Feilen, Bohren und Schleifen gehört zur Ausbildung", berichtet Optikermeister Frank Berghoff. Die Techniken beherrschte Danika Behr rasch - und machte sich dann an die durchaus anspruchsvolle handwerkliche Herstellung der Gestelle. Die wurden etwa nach aufgemalter Vorlage aus Holz herausgesägt. Aus Beryll wurde unsere "Brille" "Der Typ der Nietbrille, zwei Teile werden zusammengenietet, entstand Ende des 13. Jahrhunderts", hat Danika Behr recherchiert. Graf Engelbert II. dürfte selbst noch einen "Lesestein" benutzt haben, sollte er schlecht haben lesen können: Als Brillenvorläufer diente der Edelstein Beryll; das deutsche Wort Brille hat da auch seinen Ursprung. Die Brillen hatten lange keine Bügel, um sie mit Hilfe der Ohren zu halten. "Sie wurden einfach vor die Augen gehalten", erzählt der Optiker. Die Idee, mit Hilfe geschliffener Linsen besser sehen zu können, habe ein Araber bereits um 1000 n. Chr. geäußert. In Deutschland, so berichtet Frank Berghoff, seien später geschliffene Gläser aus Venedig verwandt worden. "Das waren einst die besten", sagt der Optiker. Für die "historischen Modelle" für Schloss Burg werden bikonvexe Linsen verwandt; aber aus heutiger Produktion. "Glas herstellen und mit der Hand zu schleifen, das wäre zu aufwendig geworden", sagt Danika Behr.

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