Störschallmessung

Von: Baubiologie Herberg  28.02.2011
Keywords: Gesundes Bauen, Baubiologie, Elektrosmog

Schall und Lärm der bebauten Umwelt belasten den Alltag vieler Menschen zunehmend und wirken sich negativ auf das Wohlbefinden aus, sie können sogar zu Erkrankungen führen. Immer häufiger bilden sich in verschiedenen Bereichen so genannte Lärmgettos z.B. an der Autobahn A 40 bei Essen. Aber auch weniger massive, aber periodische Geräusche in und außerhalb der Wohnung, wie z.B. der tropfende Wasserhahn, können nervtötend sein - vor allem wenn die Lärmursache unbekannt ist. So können defekte Motoren von Kühlschränken, schlecht entkoppelte Heizungsanlagen oder Lüfter z.B. durch Lagerschäden einen unrunden Lauf bekommen. Diese verursachen dann leise aber stetige Geräusche, welche als äußerst störend wahrgenommen werden. Auch Transformatoren und andere Emittenten (Verursacher) brummen leise vor sich hin. Sensible Hörnerven nehmen diese Töne besonders in der Nachtzeit wahr, es kommt zu Schlafstörungen. Bestimmte Frequenzen und Intervalle können sogar zu psychischen Belastungen führen (Psychoakustik).

Weitere störende Schallereignisse können sich im Infraschall, bzw. im Ultraschallbereich befinden. Als Infraschall werden Schallvorgänge unterhalb des menschlichen Hörvermögens bezeichnet (z.B. Vibrationen von Motoren). Dies bedeutet aber nicht, dass diese Vorgänge außerhalb des wahrnehmbaren Bereiches liegen. Je nach Abstand zur Schallquelle können diese Wellen als Vibration wahrgenommen werden. Mit Ultraschall werden Schallvorgänge oberhalb des menschlichen Hörvermögens bezeichnet. Auch hier gibt es im Haus zahlreiche Schallquellen (z.B. Energiesparlampen).

Bei einem Termin vor Ort werden mittels Störschallanalyse die Schallquellen ermittelt. Oft können dann mit "einfachen" Maßnahmen die Lärmquellen beseitigt werden. Rohrleitungen können entkoppelt oder defekte Motoren instand gesetzt werden.


Brummton 

In den letzten Jahren gibt es vermehrt die Problematik des Brummtons in ganz Europa. In Deutschland steigt die Zahl der Meldungen seit über 10 Jahren an. Hierbei sind städtische Gebiete ebenso betroffen wie ländliche Regionen.

Immer mehr Menschen hören und leiden unter einem tiefen Brummton, den sie in ihren Wohnungen und zum Teil auch im Freien wahrnehmen. Der als Brummen empfundene Ton tritt häufig mit Luft- und Bodenvibrationen und Erschütterungen auf. Auch hohe Pfeifftöne können das Brummen begleiten.
Der Brummton ist akustisch nachweisbar und kein individuelles Hörproblem wie z.B. der Tinnitus. Dieser permanente Brummton macht krank. Es kann zu Schlafstörungen, Druck im Brustkorb, Herzrasen, Unruhe und Nervosität kommen.

Es wurden schon die unterschiedlichsten Verursacher eines Brummtons entdeckt, z.B. Heizkraftwerke, Sendemasten, Windkraftanlagen... Aber es gibt häufig Fälle in denen eine Ursache des Geräusches nicht auf den ersten Blick zu entdecken ist. Eine Messung mit modernen Messgeräten kann bei der Lokalisierung und Beseitigung der Quelle helfen.

Raumakustik in öffentlichen Gebäuden 

In Schulen werden hohe Anforderungen an die Sprachverständlichkeit gestellt. Die gesprochenen Worte des Lehrers müssen auch in den hinteren Reihen deutlich verstanden werden. Beeinträchtigungen kann es durch schallharte Oberflächen geben, die den Luftschall an den Wänden vielfach reflektieren. Durch den hohen Nachhall werden die Worte unverständlich und überlagert. Wie groß die Nachhallzeit in einem bestimmten Raum ist, hängt hauptsächlich von den Absorptionseigenschaften der Wände, des Bodens und der Decke, der Einrichtung sowie dem Raumvolumen ab. Die Nachhallzeit ist frequenzabhängig, da Stein, Holz, Teppich oder Textilien den Schall bei den verschiedenen Frequenzen unterschiedlich stark absorbieren. Mit einer Nachhall-Messung kann die Nachhallzeit ermittelt werden und Maßnahmen zur Verbesserung der Akustik können umgesetzt werden.

Keywords: Baubiologie, Elektrosmog, Gesundes Bauen