Neue Technologien bereiten den Weg - Unabhängig werden vom Kupferpreis

Von: BGS Beta-Gamma-Service GmbH & Co.KG  24.10.2006
Keywords: Bestrahlung Von Werkstoffen

Wiehl, 23. Oktober 2006: 'Auch wenn Kupfer derzeit über 7.000$ pro Tonne kostet, bedeutet dies für viele Branchen noch nicht den Weg in die Krise', äußert Jochen Rausch, verantwortlich für die Anwendungstechnik bei Europas großem Bestrahlungsdienstleister BGS Beta-Gamma-Service in Wiehl bei Gummersbach. Weil der Kupferpreis von Spekulation getrieben ist, und weil er so hoch ist, schaut sich die Industrie nach Alternativen um. Rausch denkt in erster Linie an Kunststoff-Rohre, die auf dem besten Wege sind, Kupferrohre in zahlreichen Applikationen abzulösen. Und tatsächlich verzeichnete der Kunststoffrohrverband KRV 2005 einen Produktionszuwachs bei den klassischen Werkstoffen Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid o. Weichmacher (PVC) und Polypropylen (PP) von zusammengenommen rund 9,9%. Kunststoffrohre werden seit vielen Jahren erfolgreich in den verschiedensten Industriebereichen eingesetzt. Die Anforderungen werden immer anspruchsvoller und sind höchst individuell. Hauptgrund für den zunehmenden Einsatz im Industriebereich und das steigende Interesse sind aber sicherlich die hervorragenden Materialeigenschaften von modernen Kunststoffrohrsystemen. Der BGS Beta-Gamma-Service trägt Wesentliches zur Optimierung der Materialeigenschaften bei, nämlich die Energie beschleunigter Elektronen (Betastrahlen). Diese Energie bringt die Kunststoff-Moleküle dazu, sich untereinander zu verbinden, zu 'vernetzen', was im Effekt dazu führt, dass das Material wesentlich widerstandsfähiger gegenüber erhöhten Temperaturen und mechanischen Beanspruchungen wird. Seit Jahrzehnten bereits werden beispielsweise Polyethylen-Rohre mit Strahlen vernetzt, um ihre thermischen, mechanischen und chemischen Eigenschaften zu verbessern. Diese Rohre (Kennzeichen 'PE-Xc') sind heute erste Wahl, wenn es um den sicheren Transport von Trinkwasser, Erdgas oder Warmwasser geht. Fußbodenheizungen werden weitestgehend mit vernetzten Kunststoffleitungen ausgeführt. Der Vorteil der Strahlenvernetzung für die Kunststoffverarbeiter beruht vor allem darin, dass die Herstellung der Rohre wie gewohnt erfolgen kann. Es sind keine Investitionen für die Vernetzung notwendig. Diese wird von spezialisierten Dienstleistern, wie BGS, durchgeführt, quasi auf dem Weg der Rohre zu ihrem Endabnehmer. In der Regel kommen die Rohre auf Trommeln zur Bestrahlung. BGS verarbeitet Rohre mit einem Außendurchmesser von bis zu 90 Millimetern ohne ovale Veränderung des Querschnittes. Damit jedoch nicht genug: im Bruchsaler Werk können alternativ stangenförmige Produkte von bis zu 12 Metern Länge bestrahlt werden. Das eröffnet erstmals auch den Herstellern großvolumiger Rohre die Option der Strahlenvernetzung. Über 14 Rohrhersteller nutzen das umweltfreundliche Verfahren bei der BGS. Jochen Rausch: 'Wir verzeichnen eine stark gestiegene Nachfrage nach unseren Bestrahlungsleistungen, die wir in unseren Werken in Wiehl und Bruchsal anbieten. Auch Rohrhersteller, die bislang noch nicht strahlenvernetzt haben, kommen inzwischen zu uns.' Ein hervorragender Ersatz von Kupferrohren sind Verbundrohre bzw. Mehrschichtrohre. Metallverbundrohre verbinden in sich die materialspezifischen Vorteile von Metall und vernetztem Polyethylen. Sie bestehen aus einem Innenrohr aus Polyethylen, einem Haftvermittler, einem Aluminiumrohr mit Wanddicken von 100µm bis etwa 1,5mm, wiederum einem Haftvermittler und einem äußeren Mantelrohr aus Polyethylen. Dieser gesamte Aufbau kann in einem Arbeitsgang durchstrahlt und demnach das innere und äußere PE-Rohr vernetzt werden.

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