EnergieAgentur.NRW: Fachtagung am 26. August 2008 in Duisburg

Von: Energieagentur NRW  30.07.2008
Keywords: Energie, Strom

'Dabei geht es nicht nur um ein mobiles Utopia, es geht vor allem um handfeste Lösungen, die bereits heute Stand der Technik sind und insbesondere in kommunalen Einrichtungen, die Fuhrparks unterhalten, zum Einsatz kommen können', so Dr. Frank Köster, Leiter des Komptenz-Netzwerks Kraftwerke und Antriebe der Zukunft bei der EnergieAgentur.NRW. Das Kompetenz-Netzwerk koordiniert seit drei Jahren die landwesweiten Aktivitäten von der Erforschung bis zur Markteinführung neuer Technologien moderner Fortbewegung. 'Auf der Tagung in Duisburg stehen Erfahrungsberichte über den wirtschaftlichen Betrieb von Fahrzeugen und Fahrzeugflotten im Zentrum', so Köster. Angesprochen sind damit vor allem Betreiber von Fahrzeugflotten und Fuhrparks. 'Angesichts steigender Kosten für Kraftstoffe, die auf Erdöl basieren, geht es bei der Suche um Alternativen nicht nur um ökologische Anforderungen, es geht gleichzeitig auch um die ökonomische Leistungsfähigkeit zahlreicher Unternehmen der Transportbranche', so Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Bereits heute sind Einzelhändler, Zulieferer, Transport- oder Bauunternehmen darauf angewiesen, in bestehenden Umweltzonen emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen. Neben dem Großraum London und der niederländischen Randstad (Amsterdam, Rotterdam, Utrecht) gehört die Rhein-Ruhr-Region zu den am stärksten durch die lokalen Feinstaubemissionen des Verkehrs belasteten Regionen Europas. Nicht zuletzt deshalb arbeitet das Land NRW an der Einführung von GtL-Kraftstoffen (Gas to Liquid) im Ruhrgebiet, bzw. an der künftigen Einführung weiterer synthetischer Kraftstoffe, die auf dem Einsatz von Biomasse basieren (BtL). Ziel ist es, in einem kosteneffizienten Rahmen den Motorkraftstoffmarkt zu diversifizieren, die Versorgungssicherheit herzustellen und eine Reduzierung von Schadstoffen herbeizuführen. 'Synthetische Kraftstoffe besitzen den großen Vorteil, die bereits vorhandene und bewährte Motorentechnologie und die bestehende Verteilungsinfrastruktur zu nutzen. Zusammen mit der konstant hohen Kraftstoffqualität ist uns ein Instrument gegeben, vergleichsweise kurzfristig und wirkungsvoll auf die Herausforderungen gegenwärtiger Kraftstoffproblematiken zu reagieren', erklärt Dr. Frank Köster. So verspricht die Verwendung von GtL in gängigen Motoren eine Reduktion der Luftschadstoffen um rd. 40 Prozent, in extra abgestimmten Motoren sogar eine erhebliche Reduktion von Stickoxide . Das Kompetenznetzwerk hofft bald auf erste Demonstrationsversuche in Flotten für die kommerzielle Anwendung von GtL in NRW.

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