Ministerin Thoben eröffnet Deutschen Geothermiekongress 2007 in Bochum

Von: Energieagentur NRW  31.10.2007
Keywords: Heizung, Energie, Strom

Vor knapp 300 Experten betonte die Ministerin, dass die natürlichen Bedingungen zur Nutzung der Umweltwärme in Nordrhein-Westfalen besonders gut seien. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes sei nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet. Bereits jetzt ist NRW das Bundesland mit einer der höchsten Nutzungsraten an Umweltwärmeheizungen. Von den bundesweit rund 170.000 Wärmepumpenheizungen befanden sich in 2006 allein fast 35.000 (20 Prozent) in Nordrhein-Westfalen. Im vergangenen Jahr gab es deutschlandweit einen Rekord von 44.000 neu installierten Wärmepumpen-Heizungsanlagen. Landesweit wurden im gleichen Zeitraum rund 9.000 Wärmepumpen neu installiert. Dies entspricht mehr als eine Verdoppelung gegenüber dem Jahr 2005. Bauherren, Handwerker und Architekten können sich einfach darüber informieren, wo in Nordrhein-Westfalen die Umweltwärmenutzung möglich ist. Ein Online-Standortcheck sowie eine CD-ROM des Geologischen Dienstes NRW zeigt für jedes Grundstück im Lande bis zu einer Tiefe von 100 Metern, ob beim Neubau eines Gebäudes oder beim Austausch einer vorhandenen Heizungsanlage Umweltwärme als Energiequelle wirtschaftlich genutzt werden kann. Dieses bundesweit einmalige Informationsangebot ist unter www.geothermie.nrw.de im Internet abrufbar. Um die Bürgerinnen und Bürger des Landes Nordrhein-Westfalen von dieser innovativen Energienutzung zu überzeugen, ist in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der Wirtschaft der Wärmepumpen-Marktplatz NRW (www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de ) als übergreifende und markenneutrale Marketingplattform tätig. Wärmepumpen nutzen bis zu 80 Prozent Umweltenergien, die kostenlos, schadstofffrei und sich immer wieder natürlich erneuernd zur Verfügung stehen. Mit diesen Umweltenergien und einem Restanteil Strom für den Antrieb der Wärmepumpe kann man heizen, aber im Sommer sein Haus auch kühlen. So senken Wärmepumpen die Heizkosten um mehr als 50 Prozent. Gleichzeitig reduzieren sich die CO2-Emissionen um mehr als 30 Prozent. Die ausgereifte, langzeitbewährte Technik macht sich außerdem schnell bezahlt. Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage liegen mit 10.000 bis 20.000 Euro (je nach Hausgröße, Ausstattung und Art der gewählten Umweltwärme) zwar etwas über denen für einen leistungsgleichen modernen Heizungskessel mit Öl- oder Gasfeuerung. Die niedrigen Betriebskosten - gemessen an den heutigen Energiepreisen - sorgen aber dafür, dass sich diese Investition bereits spätestens nach zehn Jahren bezahlt gemacht hat. Förderprogramme des Bundes (zinsverbilligte Kredite der KfW) können über die örtlichen Kreditinstitute beantragt werden. Auch bieten zahlreiche Energieversorgungsunternehmen in NRW Zuschüsse für Wärmepumpen an. Um die Geothermie in NRW weiter voranzubringen, bietet die EnergieAgentur.NRW eine Plattform für Unternehmen und Forschungseinrichtungen an. Die Arbeitsgruppe Geothermie ist ein Angebot an die Branche, Informationen auszutauschen und Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln. Rund 250 Akteure aus NRW nutzen dieses Angebot bereits. Informationen unter: www.energieagentur.nrw.de Begleitet wird die Veranstaltung durch die zweitägige Fachmesse GEOEnergia2007 am 30. und 31. Oktober. Hier informiert die EnergieAgentur.NRW zusammen mit dem GeothermieZentrumBochum und dem Geologischen Dienst NRW zum Thema 'Geothermie in NRW'. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 9 bis 17 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Der Eintritt ist frei. Ein Zugang ist auch ohne Teilnahme am kostenpflichtigen Kongress möglich.

Keywords: Energie, Heizung, Strom

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