'NRW spart Energie': aktiv gegen den teuersten Energieträger in der Industrie

Von: Energieagentur NRW  21.06.2007
Keywords: Umweltschutz

'NRW spart Energie': aktiv gegen den teuersten Energieträger in der Industrie NRW-Wirtschaftsministerin Thoben verleiht den Druckluft Energy Award 2007 an drei Unternehmen mit energieeffizienten Druckluftanlagen Druckluft ist in unseren Unternehmen ein besonders teurer Energieträger - hier wollen wir bestehende Einsparpotentiale aufspüren und ausnutzen,' erklärte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben am Mittwoch, 20.Juni, vor 180 Gästen im altehrwürdigen Düsseldorfer Kesselhaus. Die Ministerin überreichte als Schirmherrin den Druckluft Energy Award 2007, den die Hildener ultra.air-group gestiftet hat, an drei Unternehmen und drei Studenten. Ausgezeichnet wurden Unternehmen für effiziente Druckluftanlagen in der Kategorie 'Industry' sowie Studien- und Diplomarbeiten zum Thema 'Energieeinsparpotenziale im Bereich Druckluft' in der Kategorie 'Academy'. 'Die Steigerung der Energieeffizienz ist eine der besten Möglichkeiten, steigende Energiepreise zu kompensieren', so die Ministerin. Der Preis war mit insgesamt 33.000 Euro dotiert. Den Druckluft Award Gold erhielt in der Kategorie 'Industry' die Richard Henkel GmbH (Forchtenberg; Hersteller von Stahlrohrmöbeln) mit 15.000 Euro, die Ihren Druckluftbedarf um 48% reduzierte. Der Druckluft Award Silber ging nach NRW an die Siemens AG Power Generation Werk Duisburg mit 10.000 Euro (Einsparung 38%), die Festo AG Co. KG, St. Ingbert erhielt den Award in Bronze mit 5.000 Euro. Die Festo AG ist einer der Weltmarktführer im Segment der Automatisierung mittels Pneumatiktechnologie. In der Kategorie Academy erhielten Studien- bzw. Diplomarbeiten von Markus Reißenweber, Ebersdorf (Bayern) 1.500 Euro, Sönke Haack, Wilster (Niedersachsen) 1.000 Euro und Marcel Hustermeier, Niederberg (NRW, Kreis Soest) 500 Euro. Druckluft ist der teuerste Energieträger in der Industrie. Typische Anwendungen sind Maschinensteuerungen und Werkzeuganwendungen in Produktionsprozessen. Experten schätzen das Einsparpotenzial deutschlandweit - allein in der industriellen Anwendung - auf rd. 4,6 Terawattstunden, das entspricht ca. 276 Millionen Euro. Rund 1,7 Mio. Tonnen CO2-Emissionen könnten entfallen, entsprächen die Anlagen neuesten Standards. 'Hinter der effizienten Nutzung von Druckluft verbergen sich enorme Klimaschutz- und vor allem wirtschaftliche Potentiale, deren Ausschöpfung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zuträglich wäre', so Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW und Vorsitzender der Jury. Allein die 14 Anlagen, die in die letzte Bewertungsrunde kamen, stehen für eingesparte Energiekosten von 1,1 Mio. Euro. Insgesamt schickten 50 namhafte Unternehmen aus ganz Deutschland ihre Projekte ins Rennen. 'Ich freue ich mich natürlich über die derzeitigen Markterfolge der Hersteller von Druckluft- und Vakuumtechnik - insbesondere, wenn diese aus NRW kommt,' so Thoben. Die gesamte Branche rechne mit einem zweistelligen Umsatzwachstum, heißt es in der Fachpresse. 'Hier hat man schon vor vielen Jahren auf die Energieeffizienz als Geschäftsfeld gesetzt,' lobte die Ministerin. Die deutschen Drucklufthersteller bieten heute u.a. Systemoptimierungen an, die auch ältere Anlagen deutlich wirtschaftlicher machen. Dennoch gibt es in den Unternehmen noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. 'Das heißt, auch hier müssen wir alle den Blick für die Einsparpotenziale schärfen,' so die Ministerin. Dort, wo der Blick geschärft wurde, sind die Ergebnisse eindeutig: Etwa bei Porsche brachte die Modernisierung der Druckluftanlage fast 500.000 Kilowattstunden jährlich, bei der Brauerei Paderborner kam man durch die Zusammenführung zweier Druckluftnetze auf fast 800.000 Kilowattstunden. Ausgezeichnet wurden die ersten drei Unternehmen, die ihre Einsparpotenziale bestmöglichst ausschöpfen. Dabei wird der Ist-Zustand der Druckluftversorgung, d.h. die Stromaufnahme und der Volumenstrom gemessen, um den Wirkungsgrad zu bestimmen. Nach erfolgter Optimierung der Anlage erfolgt eine zweite Messung zur Bestimmung des verbesserten Wirkungsgrades. Die Auswertung erfolgte durch eine hochrangig besetzte, unabhängige Jury. Neben Prof. Hüttenhölscher gehören der Jury an: Diether Klingenberg (Vorsitzender des Aufsichtsrats Klingenberg GmbH, Vizepräsident des BDI und Mitglied des Präsidiums VDMA), Dr. Ing. Peter Radgen (Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI), Prof. Dr. Andreas Weiß (Prüfstand für Druckluftantriebe und -technik an der Fachhochschule Amberg-Weiden), Michael Pfister (Chefredakteur der Fachzeitung Drucklufttechnik). Der Druckluft Energy Award 2007 ist Teil der Energieeffizienzoffensive 'NRW spart Energie'. Weitere Informationen:www.nrw-spart-energie.dewww.energieagentur.nrw.de

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