Mata Viva: eine BASF-Initiative demonstriert die Vorteile nachhaltiger Landwirtschaft

Von: BASF AG Ludwigshafen WLS/I - C013  23.07.2008
Keywords: Pflanzentechnologie

Diese Wiederaufforstung ist Teil der Initiative „Mata Viva“ zur Landnutzung, Rekultivierung und nachhaltigen Landwirtschaft. Sie wurde vom BASF-Unternehmensbereich Crop Protection angestoßen und wird von dem deutschen Entwicklungsfinanzierer DEG unterstützt. Für die Genossenschaft CAROL bedeutet dieser neu angepflanzte Wald den erfolgreichen Abschluss des Programms Mata Viva. Zwei weitere Genossenschaften haben ebenfalls die Endphase von Mata Viva erreicht, viele andere stehen kurz vor dem Abschluss. Mata Viva entstand vor 24 Jahren – damals begann die BASF das Land wiederaufzuforsten, das ihren größten südamerikanischen Chemiekomplex in Guaratinguetá umgibt. Diese Region entlang des Flusses Paraíba do Sul gehört zum Atlantischen Regenwald und gilt als „Hotspot“ der Artenvielfalt. Sie inspirierte das Unternehmen dazu, sich durch die Förderung nachhaltiger Praktiken in der lokalen Landwirtschaft für die Erhaltung der Umwelt dort einzusetzen. Durch die effektive Verbindung von Theorie und Praxis überzeugt das von BASF Crop Protection initiierte Programm Mata Viva sowohl die Agrarbranche als auch die Landwirte davon, dass nachhaltige Landwirtschaft nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich effizient und erfolgreich ist. In Guaratinguetá wurden schon über 128 Hektar einheimischer Wald rekultiviert. BASF-Kunden aus der Landwirtschaft haben bereits vereinbart, weitere 350 Hektar Land innerhalb der nächsten beiden Jahre zu rekultivieren. Insgesamt wird dann eine Fläche, die der Größe von 478 Fußballfeldern entspricht, der Erhaltung einheimischer Tier- und Pflanzenarten dienen. Im Rahmen von Mata Viva gibt es seit 2007 auch ein Projekt, das die Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt erfasst. Ausgewählte Kunden, Techniker und Vertreter der Agrarwirtschaft werden darin geschult, diese Umweltauswirkungen zu bewerten. In Anlehnung an die brasilianische Umweltgesetzgebung befähigt Mata Viva diese Fachkräfte, degradierte Flächen zu erkennen und zu erfassen. Hierbei lernen sie auch, wie sie das Land rekultivieren, die Anbaumethoden verbessern können und wie nachhaltige Landwirtschaft zum Geschäftserfolg beiträgt. Der Erfolg von Mata Viva beruht auch auf der Partnerschaft mit der Stiftung Espaço ECO. Diese Stiftung wurde von der BASF mit der Unterstützung der GTZ gegründet, einem deutschen Unternehmen der Entwicklungszusammenarbeit. Espaço ECOs Aufgabe und Ziel ist es, durch Wissens- und Technologietransfer in den Bereichen ökologische Effizienz, Umweltbildung und Wiederaufforstung eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Stiftung arbeitet in vielen Ländern Lateinamerikas. „Wir tragen damit zum Erfolg unserer Kunden, des Unternehmens und der Gesellschaft bei“, erklärt Walter Dissinger, Vice President BASF Crop Protection in Lateinamerika. „Ein nachhaltiger und gesunder Produktionsprozess mit minimaler Auswirkung auf die Umwelt ist einfach unerlässlich. Unabhängig davon, ob das Produkt für den lokalen oder für den ausländischen Markt bestimmt ist – Nachhaltigkeit ist ein Faktor, der den Erfolg von Produzenten in der Landwirtschaft ausmacht.“ Für das Gelingen von Mata Viva ist natürlich eine entsprechende Finanzierung erforderlich: Allein die BASF hat sich verpflichtet, im Geschäftsjahr 2007/2008 etwa 600.000 EUR (1,5 Millionen BRL) für das Programm aufzubringen. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) wird 120.000 EUR beitragen. „Die DEG unterstützt die BASF-Initiative im Rahmen des Public-Private-Partnership-Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung“, sagt Marco Christ, Investmentmanager bei der DEG. „Mata Viva wurde zu einem sehr interessanten Projekt, weil es landwirtschaftlichen Genossenschaften dabei hilft, sich in vier brasilianischen Staaten zu etablieren.“ Ausgehend von São Paulo und Paraná beabsichtigt Mata Viva, die Aufforstung und Rekultivierung in Staaten mit noch stärkerer Degradierung der Flächen und schwierigeren Bedingungen voranzutreiben, so Christ. Die Ergebnisse des Programms Mata Viva bringen der brasilianischen Gesellschaft einen vielfachen Nutzen: Durch die Rückgewinnung degradierter Flächen kann die Artenvielfalt wiederhergestellt und Kohlendioxid gespeichert werden. Lokale landwirtschaftliche Produkte lassen sich im Ausland besser vermarkten. Mit steigenden Umsätzen der Landwirte sinkt die Armut der ländlichen Bevölkerung und neue Arbeitsplätze entstehen in den Bereichen Umweltverträglichkeit und verantwortungsvolle Landwirtschaft. Mata Viva leistet außerdem einen konkreten Beitrag zu den Millennium-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen.

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