Wie funktioniert eine Vor-Ort-Energieberatung?

Wie funktioniert eine Vor-Ort-Energieberatung? von 1 Energieberatung-LILL Dipl.-Ing. Joachim LILL Zertifizierter  Vor-Ort-Energieberater Schifferstadt

Von: 1 Energieberatung-LILL Dipl.-Ing. Joachim LILL Zertifizierter Vor-Ort-Energieberater Schifferstadt  04.10.2006
Keywords: Vor-Ort-Energieberatung

Zuerst jedoch ein Ausflug in die Vergangenheit: Können Sie sich noch an das Schlagwort: "Heizungstausch" erinnern? Sicher gab es einige Heizungen, die veraltet waren, die die Umwelt mit unzulässigen CO2-Werten verpesteten, die einfach reif zum Austausch waren. Es gab jedoch auch die Besitzer, die in der, meines Erachtens bewusst gesteuerter, Panikmache zum Beispiel noch gut für die nächsten 10 Jahre funktionierenden Erdgas-NT-Heizungen, mit einem Alter von ca. 20 Jahren, ersetzten. Wie groß war der Kummer, als sich bei den nächsten Gasrechnungen über die Jahre herausstellte, dass die Einsparung, je nach individueller Heizung, nur zwischen 5% bis maximal 15% betrug! ||| Was war passiert?: Eine gut gepflegte und gewartete Gasheizung aus den 80-er Jahren, die im NT (Niedertemperatur) - Bereich von 45°-55° Vorlauftemperatur lief, ist auch mit neuester Brennwert-Technik nicht wesentlich im Verbrauch zu senken, wenn sich der Energiebedarf des gesamten Hauses und die damit absenkbare Vorlauftemperatur auf ca. 35° nicht verändert. Für die ca. 5.000,00 € Investitionskosten wären, bei ei-nem Standard-Einfamilienwohnhaus, statt der noch brauchbaren Heizung die oberste Decke gedämmt, die Scheiben der Holzfenster ausgetauscht und die Heizrohre im Keller gedämmt worden. Die durch diese Maßnahmen erwartbare Einsparung von Endenergie (Kosten der Energielieferungen) wäre im Bereich von ca. 25% bis optimal 40% gelegen. Die Einsparung im ersten Winter hätte schon die Kosten des Energie-Beraters hereingeholt, danach wäre richtig Geld gespart worden. ||| Heute, nach einigen Jahren, stehen einige der bedauernswerten Kunden der Heizungstausch-Lobby vor dem Problem des bereits vor einigen Jahren mit nur geringem Erfolg verausgabten Geld und den galoppierenden Energiekosten, die ihnen die Luft für weitere Investitionen nehmen. Manche tauschwütigen Heizungsbauunternehmen, die nur nach dem Motto: "Altes 'raus, neues 'rein, Geld her und tschüss" handelten, haben noch nicht einmal die Heizungsrohre des Kellers nach der bereits seit dem Jahr 1995 existierenden Wärmeschutz-Verordnung gedämmt, geschweige denn eine schon zu dem Tauschzeitpunkt technisch ausgereifte Technik der Solarthermie mit bis zu 80% kostenarmen Trinkwassererwärmung als Erweiterungsoption vorgesehen. ||| Bei einer heute aus finanziellen Gründen dringend erforderlichen energetischen Sanierung ist für eine mögliche Erweiterung der Heizungsanlage mit solarer Trinkwassererwärmung und eventueller Heizungsunterstützung der nur wenige Jahre alte Speicher zu klein, die Anschlüsse, Ventile und Steuerung nicht vorhanden und der ganze Karren irgendwie verfahren. Was schon damals gefehlt hat und doch bereits möglich gewesen wäre, war eine qualifizierte Erfassung des Gesamtsystems mit allen seinen Komponenten wie z.B. die Bewertung der wärmetauschenden Hülle mit Dach, oberster Decke, Fenster, Wänden, Decke zum KG und der besteheden Anlagentechnik mit Heizung, Verteilung, Pumpen, Steuerung etc. ||| Der zertifizierte und qualifizierte Vor-Ort-Energieberater, der bei der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr) als zuschussgebendes Amt seine Eignung und Ausbildung detailliert nachweisen muss und wo seine Beratungs-Berichte auch auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft werden, hätte an dieser Stelle Ihnen das vorab in Form einer Beratung geben können, was Sie dringend gebraucht hätten und auch heute noch brauchen: ||| Eine Ausarbeitung zu Ihrem Gebäude mit der Erfassung des Ist-Zustandes, der Ausarbeitung von offensichtlichen Schwachstellen und der Möglichkeit von Verbesserungen, die Ermittlung von Kosten und Nutzen für die einzelnen Maßnahmen und letztendlich eine Entscheidungshilfe für Ihre kurz-, mittel- und langfristige Investitionsplanung und den daraus entstehenden Einsparungspotentialen. Das Ziel klar vor Augen, die Umsetzung der EU-Richtlinie, die aus dem Kyoto-Protokoll entstand, im Sinn, gilt es, Energie und Kosten einzusparen, die Umweltverschmutzung nachhaltig zu reduzieren, die naturgegebenen Ressourcen wie Sonne, Wind, Erd- und Luftwärme als "kostenlose" Energielieferanten zu nutzen. ||| Wie läuft eine Vor-Ort-Energieberatung in der Praxis ab? Unabhängig davon, ob Sie nur einen Energiepass für Vermietung oder Verkauf brauchen, sich über den tatsächlichen energetischen Zustand Ihres Gebäudes informieren wollen, oder gemäß den Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Ihr Haus teilweise oder komplett sanieren wollen, ist eine Energieberatung, die individuell auf Ihre Immobilie, Ihre Wünsche und Ihre Möglichkeiten eingeht, immer nach dem gleichen, von der dena (Deutsche Energie Agentur) vorgegebenen Muster zu erbringen: 01) Initialgespräch Bei diesem ersten Treffen lernen sich Eigentümer und Berater kennen. Der Grund und gewünschte Umfang der Beratung wird besprochen, die individuellen Wünsche und Vorstellungen des Besitzers werden erfasst und eine grobe Ausrichtung der Beratung festgelegt. Die Vertragspartner schließen einen von der BAFA vorgegebenen "Dienstvertrag über eine Energieberatung" in welcher Umfang und Vergütung festgelegt wird. 02) Ist-Zustand Der erste Schritt der Energieberatung ist die genaue Aufnahme des vorhandenen Bauwerks mit der Ermittlung und Festlegung der Beschaffenheit der Einzelbauteile wie Wände, Dach, oberste Decke, Fenster und Vergla-sung, Decke zum Kellergeschoß, beheizte oder unbeheizte Räume, Art und Baujahr der Heizung, Verteilung innerhalb unbeheizter und beheizter Räume, Pumpen, etc. (bautechnische, bauphysikalische und heizungstechnische Gegebenheiten) 03) Erfassung Ist-Daten Die nach der Erfassung vorliegenden Daten werden mit einem speziellen, zertifizierten Computerprogramm in eine Datenbank aufgenommen, die Flächen und Volumen werden ermittelt, die zu den einzelnen Bauteilen ge-hörenden U-Werte (Wärmedurchgangswerte) werden berechnet, die vorliegenden Verbrauchsdaten eingegeben ein Energiebedarfsausweis für das bestehende Gebäude erstellt. 04) Schwachstellenanalyse Anhand des Ergebnistableaus des Istzustandes werden die Stellen, bei denen die meiste Energie verloren geht, einer gesonderten Betrachtung unterzogen. Es wird für jedes Bauteil ein optimaler Verbesserungsvorschlag erarbeitet, die daraus folgende Energieeinsparung dokumentiert. Zum Erreichen eines optimalen Ergebnisses (z.B. Neubaustandard) werden mehrere Variationen bearbeitet. 05) Sanierungsvarianten Bei der Festlegung der Schwachstellen kristallisieren sich optimale bauliche und anlagentechnische Kombinati-onen heraus, die in 2 Sanierungsvarianten erfasst werden. In diesen sind prinzipiell die der EnEV erforderlichen Nachrüstverpflichtungen beim Umbau oder Sanierung eines Gebäudes erhalten. Sie können Untervarianten mit besonderen Eigenschaften (z.B. Solarthermie, Pelletheizung, etc.) enthalten. 06) Energieeinsparung Mit der Festlegung auf 2 Sanierungsvarianten ergeben sich Energie- und CO2- Einsparungen, die mit den gewünschten Zielsetzungen (Mindest-EnEV-Anforderung, Energiesparhaus, KfW60-Haus, CO2-Reduktion um 40 kg/m²a zur Erreichung KfW-CO2-Sanierungsprogramm, etc.) in Relation gesetzt werden. Dabei ist oftmals eine Nachbearbeitung der Punkte 4-5 erforderlich. 07) Kostenermittlung Mittels der dann als finale Sanierungsschritte festgelegten Varianten wird, mit den aktuellen Preisen für Öl, Gas und Strom unterlegt, die echte finanzielle Einsparung für die Sanierung ermittelt. Anhand der Flächen und Auslegung wird eine detaillierte und tagesaktuelle Kostenermittlung für die Sanierung erstellt, die in den Bericht eingeht. Hier sind die Investitionskosten verlässlich abrufbar. 08) Amortisationsrechnung Mit der Eingabe der aktuellen zur Sanierung gehörenden Zinsen, den Angaben zur geschätzten jährlichen Preissteigerung und Energieverteuerungen wird über das so genannte Annuitätsverfahren eine Berechnung der monatlichen und jährlichen Belastung erstellt. Die in Punkt 6 ermittelten Energieeinsparungen wird gegengerech-net, es ergeben sich den Varianten zuordenbare Amortisationszeiten. 09) Erstellung Energiepass Die Ergebnisse des gesamten Verfahrens werden selbsterklärend (auch für den Laien verständlich) in einem Beratungsbericht mit ca. 30 – 40 Seiten zusammengefasst. Der derzeitige Istzustand wird bewertet, die Sanierungsvarianten in ihren Einzelmaßnahmen und den zugehörenden Energieeinsparungen dokumentiert und die Kosteneinsparungen in Relation zur Wirtschaftlichkeit gesetzt. 10) Persönliches Beratungsgespräch In dem abschließenden Beratungsgespräch werden die Ergebnisse des Beratungsberichtes, des Energiepasses und der vorgeschlagenen Energiesparmaßnahmen ausführlich erläutert. Selbstverständlich stehen wir für wei-tere Auskünfte zum Beratungsbericht während der Sanierung Ihres Gebäudes zur Verfügung. ||| Gerne übernehmen wir noch weitere Aufgaben, so Sie diese benötigen. Dies könnten z.B. Ausschreibung, Vergabe und Bauleitung der Sanierung sein, Erstellung von Formularen und Bestätigungen für die Finanzierung, Prüfung der Angebote, Ausarbeiten von Sanierungsalternativen (z.B. mit natürlichen Dämmstoffen), Abnahme der Bauleistungen, Überprüfung auf normgerechten Einbau etc. Sprechen Sie uns an, gerne unterbreiten wir Ihnen ein passendes Honorarangebot.

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