Berufliche Förderung von jungen Sportlern mit Behinderung

Berufliche Förderung von jungen Sportlern mit Behinderung von Berufsbildungswerk Sachsen GmbH

Von: Berufsbildungswerk Sachsen GmbH  03.01.2008

Gemeinsames Ziel ist es, mit einer Gruppe von zunächst 11 Teilnehmern eine Berufsvorbereitung unter Berücksichtung der Trainingszeiten der jungen Sportler mit Behinderung am Olympiastützpunkt (OSP) in Cottbus durchzuführen.
Die Jugendlichen werden nach Beendigung ihrer Schulausbildung zunächst in 11 bis 18 Monaten auf eine Berufsausbildung vorbereitet. Parallel dazu trainieren sie ca. 12 bis 20 Stunden wöchentlich. Hinzu kommen Trainingslager und Wettkämpfe. Die Besten von Ihnen könnten später einmal an den Paralympics teilnehmen. Das Training wird von einem hauptamtlichen Trainer des Behinderten-Sportverbandes organisiert und geleitet. Die besonderen Bedingungen des Trainings- und Wettkampfbetriebes gilt es für das BBW Sachsen bei der Organisation der Berufsvorbereitung zu berücksichtigen. Im BBW Sachsen wurden und werden mehrfach Teilnehmer an Paralympics beruflich ausgebildet. Somit sind Erfahrungen bei der Organisation der Ausbildung unter Berücksichtigung der Anforderungen des Leistungssports vorhanden. Daher waren die Sachsen auch sofort bereit, den Brandenburger Behinderten-Sportverband zu unterstützen und mit Beginn des Ausbildungsjahres 2007/08 eine Außenstelle in Cottbus zu eröffnen. Hier können die jugendlichen Sportler mit Behinderung die Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen absolvieren und weiterhin am Olympiastützpunkt in Cottbus trainieren. Kooperationsprojekt löst jahrelanges Problem Der Behinderten-Sportverband Brandenburg in Cottbus hatte über viele Jahre ein Problem: Jugendliche Leistungssportler mit einer Behinderung trainierten während ihrer Schulzeit am Olympiastützpunkt in Cottbus, um eine sportliche Laufbahn im Behindertensport zu starten. War die Schule nach der 10. Klasse zu Ende, mussten sie allerdings Cottbus verlassen, um sich auf einen Beruf vorzubereiten. Damit war die sportliche Karriere zuende, bevor sie richtig beginnen konnte. Deswegen versuchte der BSB jahrelang, zentral in Cottbus eine berufliche Förderung für die jungen Sportler aufzubauen. Nunmehr ist durch die Kooperation mit der Arbeitsagentur Cottbus und dem BBW Sachsen eine berufliche Förderung der jungen Sportler mit Behinderung in Cottbus möglich. In Cottbus werden durch das BBW Sachsen, neben dem Erwerb der Berufsausbildungsreife, Maßnahmen zur beruflichen Orientierung und Empfehlungen bzw. die Vermittlung einer Ausbildung angeboten. Medizinisch-therapeutische Betreuung und Stütz- und Förderunterreicht gehören ebenso dazu. Nach der Berufsvorbereitung sollen die jungen Sportler eine Berufsausbildung in Cottbus beginnen. Damit und durch die Mitwirkung aller Kooperationspartner, haben sie beste Voraussetzungen, um Leistungssport und berufliche Ausbildung „unter einen Hut“ zu bringen. An der Berufsvorbereitung in Cottbus nehmen auch Jugendliche teil, die nicht im Behindertensport aktiv sind, so dass auch ihnen eine wohnortnahe Vorbereitung auf eine Berufsausbildung ermöglicht wird.


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