Vorbereitet auf Vogelgrippe-Pandemie - Leipziger Unternehmen entwickelt Spezialrettungswagen

Von: GEO SYS UMWELTTECHNIK UND GEOGERÄTE  03.03.2006
Keywords: Messtechnik & Automation

Leipzig, 23.02.2006 (PM) - Das Thema Vogelgrippe beherrscht spätestens seit dem Fund toter Schwäne auf der Insel Rügen auch Deutschland. Die Verunsicherung bei der Bevölkerung ist groß. Nach Wildvögeln wurden nun erstmals auch Nutztiere wie Enten und Vögel infiziert. Die Problematik wirft Fragen auf. Etwa, wie lange es dauert, bis auch in anderen Bundesländern Infektionsfälle auftreten. Und wie gut wir auf eine etwaige Pandemie vorbereitet sind. Einen Beitrag leistet das Leipziger Unternehmen Geo Sys. Die auf Umwelttechnik und Geogeräte spezialisierte Firma hat einen Fahrzeugaufbau für den Transport so genannter hochkontagiöser Personen entwickelt. Dies sind Patienten, die unter extrem ansteckenden Krankheiten leiden. Beispiele sind Pocken, Lassa- und Ebola-Fieber oder Lungenmilzbrand. Zwar zählen Personen, die den H5N1-Erreger in sich tragen, glücklicherweise noch nicht zur Gruppe der hochkontagiösen Patienten, da eine Übertragung von Mensch zu Mensch derzeit ausgeschlossen wird. Allerdings halten Forscher eine mittel- bis langfristige Mutation des Virus für möglich. Eine vorbeugende Maßnahme zur Verhinderung der Ausbreitung kann darum der Einsatz des Spezialfahrzeuges sein. Unter dem Kürzel RITO, das für 'R'ettung, 'I'ntensivversorgung und 'T'ransp'O'rt steht, bietet GeoSys ein Modul zur Erweiterung von Rettungswagen, das sich vor allem durch seine filterlose Arbeitsweise auszeichnet. Die Atemluft im Fahrzeug wird abgesaugt und thermisch (bei 170 Grad Celsius) entkeimt. Die Entsorgung eines Filters entfällt damit – Sondermüll wird vermieden. Die bei diesem Vorgang entstehende Wärme bleibt nicht ungenutzt, sondern wird in die integrierte Fußbodenheizung geleitet. Geo Sys hat auf dieses System Patent angemeldet und rechnet demnächst mit einer Anerkennung. Zudem besteht der Aufbau zum Großteil aus Edelstahl. Der gesamte Innenraum des Fahrzeugkoffers einschließlich der Türinnenseiten wurde aus diesem Material gefertigt. Ebenso wurden Nischen vermieden. Beides macht eine schnelle Desinfektion möglich. Auch die Sitzpolster und der Medizinschrank inklusive aller enthaltener Kästen sowie der rutschfeste Fußboden sind komplett und leicht zu desinfizieren. Der Fahrzeugaufbau, der ständig weiterentwickelt wird, kostet je nach Ausstattung zwischen 170.000 und 200.000 Euro (bei einem Mercedes Sprinter.) Die Feuerwehren in Leipzig, Hamburg und Dortmund verfügen bereits über eines oder mehrere solcher Rettungswagen. Diese werden für den Eventualfall vorgehalten. Im Fall einer Seuchengefahr durch das Vogelgrippe-Virus kann RITO dort also zum Einsatz kommen.

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