Stadtwohnen ist wieder 'in'

Stadtwohnen ist wieder 'in' von Stadtwohnen GmbH

Von: Stadtwohnen GmbH  16.12.2008
Keywords: Immobilien, Immobilie, Appartements

Eine Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik (difu) unterstreicht den wachsenden Trend zum innerstädtischen Wohnen. Ihr Autor, der Sozialwirt Hasso Brühl, hat dafür Menschen in mehreren Großstädten befragt. Überall ist die Einstellung zum Stadtwohnen ähnlich: Die Menschen fühlen sich wohl, weil sie soziale Kontakte zu Freunden oder Bekannten besser pflegen und Theater, Kino oder Oper in Minuten, statt Stunden erreichen können. Eine Vielzahl der Befragten habe sogar angegeben, eher auf das Auto zu verzichten, als der Innenstadt den Rücken zu kehren. Ein Großteil der Menschen, die heute am Stadtrand oder im Speckgürtel lebe, wolle sogar wieder in die Stadt zurückkehren, so die difu-Studie.

Die Wohnpräferenzen der Stadtbürger sind eindeutig. Sie wollen die Annehmlichkeiten der Stadt mit denen des Umlands verbinden. Zum Leben und Arbeiten bevorzugen die Stadtbewohner eine urbane, funktional und sozial gemischte Umgebung mit vielfältigen Milieus und differenzierten Wohnformen. Viel Grün und die Nähe zur Natur sind ihnen allerdings genauso wichtig.

Für den Soziologen Dr. Walter Siebel hängt der verstärkte Trend zum Stadtwohnen sowohl mit sozialen, als auch mit ökonomischen Gründen zusammen. "Der Wunsch nach dem Einfamilienhaus als ideale Wohnform ist eng verbunden mit einer familiären Lebensweise", erklärt er. Das diese allerdings zunehmend an Bedeutung verliere, hänge zu einem großen Teil mit der veränderten Rolle der Frau zusammen.

Früher führte nur der Mann ein berufsorientiertes Leben. Er galt als Versorger der Familie. Die Frau hingegen als Hüterin des traditionellen Haushalts und der Kinder. Sie war es, die dem Mann den Rücken von allen außerberuflichen Verpflichtungen frei hielt. Dieses traditionelle Model hat jedoch ausgedient. Denn auch Frauen führen zunehmend ein karriereorientiertes Leben und müssen Beruf, Familie und Haushalt unter einen Hut bringen. „Ein Balanceakt, der auf dem Land schwierig ist", wie es der Stadtsoziologe Hartmut Häusermann formuliert.

Wohnen im Umland nicht mehr zwangsläufig preiswerter


Stadtwohnen gewinnt allerdings auch durch ökonomische Veränderungen an enormer Bedeutung, denn Wohnen im Umland ist heute nicht mehr zwangsläufig preiswerter. Sind beide Elternteile berufstätig, benötigen sie in der Regel zwei Autos, um zur Arbeit und zum Einkaufen zu gelangen. Auch die Kinder müssen in die Schule oder in den Kindergarten gebracht werden. Mit Blick auf rasant steigende Benzinpreise, lange Anfahrtswege und Staus, wird Mobilität für Familien im Umland jedoch vermehrt zu einer teuren und schwierigen Herausforderung. „Das Familienleben ist zunehmend schwer zu organisieren, wenn man täglich eine Stunde im Stau steckt", bestätigt auch Hasso Brühl.

Besser gehe es dagegen in der Stadt. Die difu-Studie verdeutlicht ganz klar, dass sich auch Familien wieder den Städten nähern, wenn die Bedingungen stimmen. Neben einem guten Wohnumfeld und genügend Freiraum für die Kindererziehung spielen Arbeitsplätze eine wichtige Rolle. Auch diese entstehen wieder zunehmend in der Stadt. Einerseits schätzen Firmen die gute Infrastruktur mit schnellen Wegen zu Bahnhöfen und Flughäfen. Umgekehrt wollen die Menschen, die in der Stadt arbeiten, auch hier wohnen. Für Hasso Brühl ist daher klar: "Kind und Karriere lassen sich in der Stadt viel besser vereinbaren als im Speckgürtel."

-MU-

Keywords: Appartements, Denkmalabschreibung, Denkmal-Abschreibung, Eigentumswohnung, Immobilie, Immobilien, Stadtwohnen, Wohneigentum,

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