Neue Mentorenschulung im Herbst

Neue Mentorenschulung im Herbst von MAPP-Empowerment GmbH (gemeinnützige GmbH), Programm ELTERN-AG

Von: MAPP-Empowerment GmbH (gemeinnützige GmbH), Programm ELTERN-AG  28.07.2008
Keywords: Weiterbildung, Fortbildung, Erziehungsprobleme

Im September 2008 startet wieder ein neuer Ausbildungsgang zum "Mentor für Empowerment in der frühen Bildung und Erziehung.
In der modularisierten Ausbildung werden den zukünftigen Mentoren innovative, auf gesicherten wissenschaft­lichen Erkenntnissen beruhende Theorieelemente vermittelt. Ebenso erlernen Sie in der Praxis bewährte Fertigkeiten, die Sie sicher in die Lage versetzen, die besondere Klientel der ELTERN-AG zu erreichen und erfolgreich mit ihr zu arbeiten. In der insgesamt neunmonatigen Zusatzausbildung lernen Sie den niedrig­schwelligen ELTERN-AG-Ansatz für den Bereich früher Bildung und Erziehung zu beherrschen und umzusetzen. Voraussichtlich ab dem Wintersemester 2008/09 haben Sie die Möglichkeit, die Ausbildung in einem Zertifikats­studiengang der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) zu absolvieren. Die theoretische Schulung der Mentoren findet in drei dreitägigen Blöcken in Magdeburg ( Termine: 24 - 26.09.08, 08-10.10.08 und 22. - 24.10.08), die praktische Ausbildung stets vor Ort in Ihrer künftigen Einsatzregion statt. Die methodischen und praktischen Fähigkeiten sowie die spezifischen Arbeitsweisen werden gründlich erprobt und über Rollenspiele und andere Übungen vertieft.
In der praktischen Ausbildung führen die Kandidaten unter enger Begleitung, Betreuung und Supervision eine vollständige ELTERN-AG (Vorlauf-, Initial- und Konsolidierungsphase) durch. Die zukünftigen Mentoren stellen in der Vorlaufphase in einem Stadtteil/einer Gemeinde ihrer Wahl die Gruppe der von ihnen geworbenen Eltern zusammen. In der anschließenden Initialphase mit den Treffen 1 bis 10 führen die ELTERN-AG-Mentoren ihre Klienten in den Ablauf und die Struktur der Elternschule ein. In der Konsolidierungsphase mit den Treffen 11 bis 20 werden die Erkenntnisse und Strukturen gefestigt und vertieft sowie der Übergang in die Selbsthilfegruppen eingeleitet.
Den Abschluss der Ausbildung zum „Mentor für Empowerment in der frühen Bildung und Erziehung“ bildet ein Kolloquium.
Die Ausbildungs­kandidaten sollen zu diesem Zeitpunkt über ein positives, am Empowerment- und dem Stärkenansatz orientiertes Menschenbild verfügen, das sie in konkretes Handeln umzusetzen vermögen.
Sie haben gelernt, wie Sie die Eltern zu Experten ihrer Kinder sowie ihrer Lebenswelt machen können. Sie vermeiden bewusst die übliche Fixierung auf Defizite und arbeiten auf „gleicher Augenhöhe“ mit allen Teilnehmern der ELTERN-AG. Mentoren übernehmen nicht die wissensvermittelnde und hierarchische Expertenrolle der Kursleiter traditioneller Elternkurse, sondern sehen ihre Aufgabe im Freisetzen von Potenzialen und Fähigkeiten der einzelnen Teilnehmer und der Gruppen. Sie sind ihrem Selbstverständnis nach „Ermöglicher“ und „Begleiter“, die gemeinsam mit den Eltern Wege zur Steigerung ihrer Erziehungskompetenzen und Kooperationsfähigkeiten suchen. Die Mentoren können zu diesem Zeitpunkt nachweisen, dass sie in der Lage sind, auf die Lebenswelt ihrer Klienten bezogene Methoden der Positiven Psychologie, der Bedürfnis- und Entwicklungspsychologie und der Ressourcenorientierten Pädagogik einzusetzen. Die Mentoren stellen unter Beweis, dass sie neben der Initiierung und Rahmensetzung der ELTERN-AG-Treffen auch über die Fähigkeit des Animierens und Moderierens der Gruppe verfügen. Sie vermögen, die ungestillten Grundbedürfnisse der Eltern nach Selbstwirksamkeit, Akzeptanz und Bestätigung durch Andere, Selbstwerterhöhung und Steigerung des Wohlbefindens zu erkennen und mit ihnen erfolgreiche Entwicklungswege und Problemlösungen anzubahnen. Ihre Interventionen, die auf den Methoden des Impliziten Lernens und des Empowerments beruhen, sind darauf ausgerichtet, den Eltern eine Erfahrung eigener Stärke und Kompetenz zu vermitteln. Ein wichtiges Lernziel besteht darin, die Eltern anzuleiten, ihre Erziehungskompetenzen in einem beständigen Prozess zu verbessern und zu gleichberechtigten Partnern in Erziehungsfragen werden zu lassen. Die Mentoren werden während des gesamten Projektverlaufs durchgehend durch das Schulungs­team betreut. Sie erhalten daneben mindestens 12 Stunden begleitende Praxisreflexion und Supervision. Die Supervision soll genutzt werden, um die eigenen Aktivitäten und persönlichen Prozesse zu reflektieren. Sie bietet den angehenden Mentoren einen geschützten Rahmen, um sich vertrauensvoll über eigene Gefühle, Unsicherheiten und methodische Probleme auszutauschen. Darüber hinaus wird jede Gruppe mindestens zweimal durch die Schulungsleitung hospitiert. Für die Schulung, die Literaturarbeit und die Durchführung der Elterngruppen beträgt der wöchentliche Zeitaufwand während der Ausbildung durch­schnittlich sechs Stunden. Werden Ausbildung und Kolloquium erfolgreich abgeschlossen, erfolgt die Verleihung des Zertifikats „Mentor für Empowerment in der frühen Bildung und Erziehung“. Es weist Qualifikationen für folgende Bereiche aus: · Psychologie und Pädagogik der ELTERN-AG · Empowerment · Niedrigschwellige Elternbildung · Elterngruppenleitung · Psychosoziale Erziehungsberatung Anerkannte Mentoren nehmen jährlich mindestens an einer kostenlosen Fortbildung zu einem Thema der ELTERN-AG teil, um ihr Wissen auf dem neuesten Stand zu halten und das Zertifikat zu erneuern. Derzeit findet die Mentorenausbildung vorwiegend in den Räumen der Hochschule Magdeburg-Stendal (FH) in Magdeburg statt. Interessieren sich Träger oder eine Gruppe von Personen für eine Mentorenschulung, können die Theorieeinheiten nach Absprache auch andernorts durchgeführt werden.

Keywords: Elternschulen, Erziehungsprobleme, Fortbildung, Weiterbildung

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