Abfallwirtschaft im Einsatz für mehr Klimaschutz

Abfallwirtschaft im Einsatz für mehr Klimaschutz von EUROPATICKER das Magazin

Von: EUROPATICKER das Magazin  18.01.2008
Keywords: Container

Auch im bundesweiten Vergleich sind die Düsseldorfer nach einer Untersuchung, was die Kohlendioxideinsparung je Einwohner angeht, Spitze. Danach spart der durchschnittliche Deutsche gegenwärtig pro Jahr rund 100 Kilo Kohlendioxid ein, ein Düsseldorfer spart im Schnitt rund 250 Kilo.

Eine geordnete Abfallwirtschaft ist elementarer Bestandteil des Umweltschutzes. Es geht dabei nicht nur um eine saubere Landschaft und die Versorgung der Industrie mit Sekundärrohstoffen. Ganz nebenbei trägt die Abfallwirtschaft zum Klimaschutz bei. Dies belegt die aktuelle Studie mit dem Titel "Bilanzierung der im Zugriff der Awista befindlichen Abfälle in Düsseldorf bezüglich Klimaauswirkungen 2006". Der Oberbürgermeister und Dr. Henning Friege, Sprecher der Awista-Geschäftsführung, stellten die Studie jetzt gemeinsam im Rathaus vor. Verfasser ist das Heidelberger Institut für Energie- und Umweltforschung Ifeu.

Eine Kernaussage der Studie: Der insgesamt hohe abfallwirtschaftliche Standard und insbesondere die Nutzung der Abwärme der Müllverbrennungsanlage der Stadtwerke Düsseldorf AG zur Strom- und Fernwärmeerzeugung spielen eine wesentliche Rolle als Träger des Klimaschutzes. Immerhin werden in der Müllverbrennungsanlage Düsseldorf 70 Prozent der 286.600 Tonnen Abfälle, die in der Stadt anfallen, verbrannt. 78 Prozent der in diesem Abfall gebundenen Energie wird als Prozessdampf im Kraftwerk Flingern zur Energieerzeugung genutzt. Sie ersetzt Energie, die sonst Klima beeinträchtigend aus Kohle generiert werden würde.

Weitere Einsparungen im Hinblick auf Kohlendioxid und sonstige Klimagase lassen sich laut der Studie durch Verwertung von Metallen, die stoffliche Verwertung von Papier und Leichtverpackungen sowie die energetische und rohstoffliche Verwertung von Altreifen, Altholz und auch Leichtverpackungen erzielen.

Düsseldorf will den eingeschlagenen Weg fortsetzen und den Beitrag der bereits gut aufgestellten Abfallwirtschaft zum Klimaschutz weiter vergrößern, versicherte Joachim Erwin. Ab diesem Jahr fährt die Awista beispielsweise Altholz aus dem Sperrmüll separat ab und führt den Rohstoff und thermischen Verwertung in Biomasse-Kraftwerken zu. Die freie Kapazität der Müllverbrennungsanlage kann dann für andere Abfälle genutzt werden.

Auch bei den bekannten Sammelsystemen für Grünschnitt, Bioabfall oder Altpapier wollen Stadt und Awista gemeinsam Verbesserungspotenziale ermitteln und ausschöpfen. Nach einer Schätzung des Umweltamtes können bei Nutzung von heute noch in der Entwicklung befindlichen Verfahren langfristig etwa 40.000 Tonnen Kohlendioxid zusätzlich eingespart werden. Die neue Studie soll dabei helfen, dieses Potenzial tatsächlich zu nutzen. Mit dem Satz "Dabei zählen wir natürlich weiter auf die tatkräftige Unterstützung der Düsseldorfer beim Sortieren und beim Wiederverwenden", verwies Oberbürgermeister Joachim Erwin schließlich auf wichtige Akteure einer zukunftweisenden Abfallwirtschaft: die Bürger.

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